Morgendliche Safari und Fahrt in die Cape Winelands über den Franschhoek Pass mit abendlichem Signature Menü

Safari mit Löwensichtung und einer Begegnung auf Augenhöhe mit Cheetahs

Heute startet der Tag sehr bald. Um 5:30 Uhr bekommen wir den Wake-Up-Call, eine halbe Stunde später sitzen wir im Safariauto und starten zu unserer zweiten Tour mit Jordan. Der Fahrtwind weht uns kalt um die Nasen, unsere dicken Kapuzenpullover kommen gerade recht. Unser Guide fährt mit uns zum Flußbett, wo gestern noch die Giraffen waren, und meint, wir könnten heute Glück haben und Löwen dort sehen. Wir fahren die holprigen Tracks entlang, suchen Fußspuren und halten Ausschau. Und dann sehen wir eine Löwendame und einen stattlichen Löwenherren. Sie streifen nahe von uns in den Büschen umher, wir verfolgen sie. Kurz verlieren wir sie aus den Augen, dann sehen wir auf einer Anhöhe eine Herde von Giraffen davonlaufen. Bingo! Die Löwen sind auf Jagd gegangen, mittlerweile ist eine zweite Löwin hinzugekommen. Wir beobachten die Tiere mindestens eine halbe Stunde lang und sind fasziniert. Dann kündigt Jordan an, dass wir heute noch weitere Wildkatzen sehen werden – er weiß, wo sich gerade eine Gruppe Cheetahs aufhält. Nach etwa zwanzig Minuten Fahrt sehen wir vier Geparden, die gerade Antilopen jagen – erfolgreich. Wir sehen zu, wie sie sich in der Beute verbeißen, dann meint Jordan, dass wir aussteigen sollen. Nun kommt der aufregende Teil: mit zwei weiteren Guides, einer davon mit Gewehr ausgestattet, nähern wir uns den fressenden Cheetas bis auf wenige Meter. Eine Erfahrung, die den Adrenalinspiegel steigen lässt, eine Erinnerung fürs Leben. Weil wir heute so erfolgreiche Tiersichtungen hatten, kommen wir fast eine Stunde zu spät zum Frühstück. Es ist wie alles in diesem Reservat großartig. Wir genießen es, packen und fahren über die holprige Schotterpiste zurück zum Gate. Weiter geht’s Richtung Final Destination unseres Urlaubes.

Fahrt nach Franschhoek

Über die N62 fahren wir weiter Richtung Winelands. Der Weg führt uns 200 Kilometer über den Kogmanskloof Mountain Pass durch die Langeberge, der die Weinanbauregion mit der Kleinen Karoo verbindet. Wir staunen über die schönen Felsformationen und die sich durch die Landschaft windende Straße. Vor uns öffnet sich eine weite Ebene, in der viel Wein wächst. Auf der R60 fahren wir weiter bis Worcester. Die R43 führt uns durch ein weiteres Tal mit zahlreichen Weingütern. Den großen Stausee beim Theewaterkloof Dam, der Kapstadt mit Wasser versorgt, umrunden wir einmal, um zu unserer vermeintlichen letzten Etappe zu gelangen – der R45, dem Franschhoek Pass. Als wir die 15 Kilometer lange Passstraße befahren wollen, die uns von Franschhoek trennt, erleben wir eine herbe Enttäuschung: sie ist bis 26 Februar gesperrt. Wir müssen über 100 Kilometer Umweg in Kauf nehmen und fahren über Paarl nach Franschhoek. Die Sperre ist eine Nachwirkung der schweren Brände, die im Jänner rund um Franschheok gewütet hatten.

Auf dem Weg liegt eine 3,2 Meter hohe Nelson Mandela Statue, der wir einen kurzen Besuch abstatten.

In Franschhoek angekommen, fahren wir gleich zu unserer Unterkunft, in der wir die nächsten drei Nächste verbringen werden. Das La Cabrière Country House liegt malerisch vor den Hottentots Holland Mountains. Das Landhaus im Provençialischen Stil hat geräumige, moderne Zimmer und ist sehr einladend. Es liegt am Stadtrand von Franschhoek, umgeben von viel Natur, doch ist die Stadt fußläufig in zehn Minuten erreichbar. Wir beziehen unsere Luxussuite mit Gartenblick und machen uns gleich fertig für unseren abendlichen Ausflug nach Stellenbosch.

Fine Dining im Delaire Graff Restaurant

Stellenbosch ist international die bekannteste Weinstadt Südafrikas. Sie ist etwa 30 Kilometer von Franschhoek entfernt, verbunden durch die Helshoogte Passstraße. Die steilen Anstiege auf der gut ausgebauten Strecke versprechen eine tolle Aussicht und wir werden belohnt. Der abendliche Blick auf die Winelands, die Jonkershoek- und Simonsberg-Berge ist atemberaubend. Kurz nach dem höchsten Punkt, dem Helshoogte Pass, biegen wir zum Delaire Graff Estate ab. Es ist aktuell die Nummer 79 auf der Liste der World’s Best Vineyards. Wir sind umgeben von purem Luxus. 1982 kaufte der bekannte Weinkolumnist und Kritiker John Platter das Weingut unter dem Namen „Avontuur“ und nannte es aufgrund der atemberaubenden Aussicht in „Delaire“ um, was so viel wie „vom Himmel“ bedeutet. Im Jahr 2003 erwarb Laurence Graff, Vorsitzender von Graff Diamonds, das Weingut und machte daraus eine Oase für eleganten Wein wie den Botmaskop, den Terraced Block Chardonnay oder den Cabernet Sauvignon Reserve. Im Restaurant wird gehobene Küche serviert, wir haben einen schönen Tisch reserviert und genehmigen uns das Chef‘s Signature Menu mit Begleitung von Weinen des Hauses. Wir starten mit Seeohren, genießen Springbok Carpaccio, Lobster mit Spargel, Filet und Zunge vom Wagyu, Blauschimmel-Macarons und zum Abschluss ein Tropical Summer Sorbet.

In der sternenklaren Nacht fahren wir zurück nach Franschhoek und freuen uns auf den nächsten Tag, wo wir mehr von Stellenbosch sehen werden.

Schritte: 11.300