Palácio da Bolsa
Nach einem ausgedehnten Frühstück spazieren wir über die Rua das Flores zum Palácio da Bolsa. Nach etwa 20 Minuten Fußmarsch sind wir am Börsenpalast angelangt. Von außen wirkt die ehemalige Börse der Stadt Porto, die Mitte des 19. Jahrhunderts auf den Ruinen eines ehemaligen Franziskanerklosters errichtet wurde, unscheinbar.
Als wir das Innere betreten, lässt sich die Schönheit der Räumlichkeiten bereits erahnen. Wir haben vorab Tickets für eine halbstündige englischsprachige Führung gekauft. Dort erfahren wir, dass Porto vor 200 Jahren ein wichtiger Handelsplatz der Seefahrernation Portugal war und dass das Grundstück 1842 das letzte Geschenk der Königin Maria II. an die Handelskammer war – sie dankte zwei Jahre später ab.
Das Gebäude im neoklassizistischen Stil war nach acht Jahren Bauzeit fertig gestellt, die innere Ausgestaltung dauerte jedoch weitere sechs Jahrzehnte, 1910 waren die Arbeiten abgeschlossen.
Es gibt viel Marmor, Holz, Glas und Gold. Besonders sehenswert ist der Salao Arabe, der Arabische Saal mit seinen mit Gold verzierten Wänden und Mosaiken aus Holz. Besonders beeindruckt uns die gigantische Glaskuppel, die den Empfangsraum mit seinen vergoldeten Wandgemälden perfekt ausleuchtet. Auch der ehemalige Gerichtssaal, der einst Schauplatz von großen Handelsstreitigkeiten war, ist sehenswert. Er beheimatet viele alte Gemälde aus dem frühen 19. Jahrhundert.










































Catedral Sé do Porto
Wir machen uns auf zum nächsten Monumentalgebäude Portos – vorher steigen wir aber die Stufen zum Miradouro da Vitória hinauf und werden mit einer tollen Aussicht belohnt. Unser nächstes Ziel ist die Kathedrale Sé do Porto, die Hauptkirche der Stadt und die Bischofskirche des Bistums Porto. Sie liegt auf einem Hügel in der Altstadt, die seit 1996 als Weltkulturerbe der UNESCO eingetragen ist. Der Bau wurde Anfang des 12. Jahrhunderts im romanischen Stil begonnen. Der gotische Kreuzgang wurde im 14. Jahrhundert errichtet. Das Äußere der Kathedrale wurde zur Zeit des Barocks und des Rokoko tiefgreifend umgestaltet. In dieser Zeit wurde auch der Kreuzgang mit Azulejos dekoriert. Mit unseren Tickets können wir die Warteschlange überholen und ebendiesen besichtigen sowie den Turm besteigen.



















































Ribeira und Escadas do Monte dos Judeus
Wir steigen die Escadas do Barredo hinab in die Ribeira, das alltagssprachliche Wort für den unteren Teil der historischen Altstadt von Porto. Das Viertel befindet sich an der Uferpromenade des Douro, wo sich die Barcos Rabelos, die traditionellen portugiesischen Boote, aneinanderreihen. Der Stadtteil selbst ist bunt, die engen, steilen Gassen und Cafés sind voll mit Touristen. Wir lassen uns treiben und erkunden die Gegend rund um den Praça da Ribeira. Das ganze historische Zentrum Portos wurde 1996 zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt. In einer Bar trinken wir Portwein mit Tonic und Sangria und essen eine Kleinigkeit.
Dann spazieren wir weiter zu den Escadas do Monte dos Judeus – einer Freiluft-Rolltreppe, die dabei hilft, Höhenmeter ohne Anstrengung zu überwinden. Eigentlich keine Sehenswürdigkeit, aber mit seinen Sichtbeton-Begrenzungswänden städteplanerisch und architektonisch interessant. Um die notwendige Technik unterzubringen, musste ein Teilbereich der vorhandenen Treppe abgetragen werden.
Dann spazieren wir wieder zurück zum Hotel – mit einem Zwischenstopp im Hard Rock Cafe und zwei kleinen Geschäften, in denen wir uns portugiesische Tischwäsche kaufen und Claudia sich mit Schmuck eindeckt.






























Abendessen im Le Monument Restaurant
Für heute haben wir uns das nahe gelegene Le Monument Restaurant im Hotel Maison Albar – Le Monumental Palace ausgesucht. Die exklusive Gaststätte mit nur 40 Sitzplätzen bietet französische Wohlfühl-Atmosphäre. Chef Julien Montbabut bietet eine Reise durch Portugal in 14 Gängen an. Wir werden in die Küche geführt und vom Chef persönlich begrüßt. Dann verbringen wir dreieinhalb kulinarisch wertvolle Stunden mit großartigem Essen, tollen Weinen und einem aufmerksamen Service. Zum Schluss sind wir so richtig satt, die Höhenmeter am Rückweg sind doppelt so anstrengend.

















