Lyon

Um 3:15 Uhr geht’s los zu unserem diesjährigen Urlaub nach Südfrankreich. Sehr zügig fahren wir über München, Bregenz, Zürich, Bern und Genf nach Lyon. Es gibt keine nennenswerten Verzögerungen. Exakt zwölf Stunden nach unserer Abreise kommen wir in Lyon an.

Wir checken in das „Carlton My Gallery“ ein und haben ein Zimmer im obersten Stockwerk mit wunderbarer Aussicht auf die Notre-Dame de Fourvière. Das Hotel befindet sich auf der „Presqu’île“, der Halbinsel zwischen den beiden Flüssen Rhône und Saône.

Nach einer kurzen Pause erkunden wir sogleich die Stadt: wir marschieren die Rue de la République, einer Prachtstraße für Shoppingwütige, entlang. Bei der Börse trinken wir in einem kleinen Café ein köstliches „Blondes“, danach spazieren wir weiter. Leider sind die großen Plätze beim Hôtel des Ville und beim Musée des Baux-Arts nicht besonders ansehnlich, weil riesengroße Baustellen.
Sehenswert ist jedenfalls das Fresque des Lyonnais, ein Haus mit einem riesengroßen Mural, das berühmte Persönlichkeiten aus Lyon abbildet. Weiter südlich entdecken wir ein zweites bemaltes Haus, das „Fresque La Bibliotheque de la Cité“.
Wir gehen über die Rue Mercière, einer richtigen Fressmeile, zurück zum Hotel. Lyon ist bekanntlicherweise die Stadt mit der höchsten Restaurantdichte gemessen an der Einwohnerzahl. Immerhin ist es die Wirkungsstätte des im letzten Jahr verstorbenen Jahrhundertkochs und Wegbereiter der „Nouvelle Cuisine“, Paul Bocuse.

Nach einer erfrischenden Dusche machen wir uns auf den Weg ins Restaurant. Auf dem Weg dorthin machen wir einen kleinen Umweg zu „Les Halles de Lyon Paul Bocuse“, einer Markthalle, in der es täglich frische Produkte und jede Menge kleiner Cafés für die Mittagspause gibt. Leider ist abends alles verschlossen. Nach ein paar Minuten Fußmarsch sind wir beim ausgewählten Restaurant für den Abend, „Les Apothicaires“. Es gibt ein außergewöhnlich preiswertes Menü in acht Gängen, bei dem wir jede Menge Köstlichkeiten auf den Teller kredenzt bekommen. Dazu gibt’s einen fantastischen Weißwein, natürlich ein „Côtes-du-Rhône“. Satt und zufrieden gehen wir nach fast drei Stunden zurück ins Hotel. Dabei werden wir Zeugen einer Siegesfeier algerischer Fußballfans, die laut hupend und Fahnen schwenkend mit Autos durch die Innenstadt donnern.