Badeausflug vom Bahnhof São Bento nach Miramar
Nach dem Frühstück packen wir unsere Badesachen und spazieren zum Estação de São Bento, der weit mehr als ein Bahnhof ist. Das Gebäude ging vor etwas mehr als 100 Jahre in Betrieb und wurde vom Architekten José Marques da Silva entworfen. Die Vorhalle ist mit zahlreichen Azulejos geschmückt, die der Maler Jorge Colaço entworfen hat.
Wir fahren mit dem Zug der CP Urbanos do Porto nach Miramar, das etwas südlich von Porto direkt am Meer liegt. Nach einer halben Stunde sind wir da.
Der Praia do Senhor da Pedra ist ein Strandabschnitt im Norden des großen Praia de Miramar und verdankt seinen Namen der Kapelle Senhor da Pedra mit ihrem sechseckigen Grundriss, die auf Felsen an der Wasserkante errichtet wurde. Die Kapelle wurde Mitte des 17. Jahrhunderts als sichtbares Zeichen christlicher Herrschaft über die abergläubische Bevölkerung errichtet.
Es ist viel los, wir suchen uns einen etwas abgelegenen Platz und verbringen die nächsten Stunden mit schlafen und lesen. Der Atlantik ist frisch, die Wassertemperatur erreicht selbst an den heißesten Tagen maximal 18 Grad – unsere Füße sagen, dass das Wasser nicht mehr als 14 Grad hat, das Bad im Meer lassen wir ausfallen.






























Ponte Luís I.
Am Nachmittag fahren wir wieder zurück uns steigen bereits in Vila Nova de Gaia aus, denn wir wollen die berühmte Ponte Luís I. zu Fuß passieren. Die im Jahr 1886 erbaute Brücke ist eine von sechs Douro-Querungen und bietet einen atemberaubenden Blick auf die Stadt Porto und den Douro, der voll mit bunten Booten ist. Die Ponte Luís I. ist insgesamt 385 Meter lang und wiegt über 3.000 Tonnen. Zu der Zeit ihrer Konstruktion war sie die größte schmiedeeiserne Bogenbrücke der Welt. Sie ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt für U-Bahn, PKW und Fußgänger. Wir nehmen den oberen Fußweg, 60 Meter über dem Douro und neben den U-Bahn-Schienen. Der untere Teil, der für Autos, Busse, Motorräder und Fahrräder reserviert ist, hängt komplett an der Eisenbahnbrücke. Das Design der Brücke stammt vom deutschen Architekten Téophile Seyrig, einem Schüler von Alexandre Gustave Eiffel. Das Brückenprojekt war zu Beginn auch tatsächlich als Projekt von Eiffel geplant. Als es bei der Planung jedoch zu Differenzen kam – es gab Unstimmigkeiten beim Design der Brücke – stieg Eiffel aus dem Projekt aus. Namensgeber für die Brücke war der portugiesische König Ludwig I.
Wir spazieren zurück ins Hotel und trinken Porto Tonic in der Rooftop Bar. Dann machen wir uns frisch für den Abend.


















Sonntagabend in der Cantinho do Avillez
Den Sonntagabend beenden wir genauso entspannt, wie wir ihn begonnen haben. Wir essen in der Cantinho do Avillez, einem Restaurant mitten in Portos Altstadt. Der Betreiber ist José Avillez, der Chef von insgesamt 15 Restaurants ist, eines davon in Dubai und ein anderes in Macao, China. Seine „Cantinho“ ist ein entspannter, sympathischer Ort mit gutem Essen. Wir speisen Shrimps, Oktopus und ein großartiges Haselnuss-Dessert. Dazu trinken wir eine Flasche Weißwein aus dem Alentejo und zum Dessert einen Madeira.
Anschließend wollen wir im „Royal Cocktail Club“, angeblich eine der angesagtesten Cocktailbars weltweit, einen Schlummertrunk trinken, allerdings werden wir hinauskomplimentiert, weil es keinen Platz für uns gibt. Die Bar im Hotel hat noch geöffnet und wir bekommen unseren Absacker – Claudia Porto Tonic und Christoph Whiskey Sour. Das war unser letzter Abend in Porto, morgen fahren wir ins Douro-Tal.







