Unser letzter Urlaubstag ist angebrochen und wir haben uns noch einiges vorgenommen. Wir verlassen den Bauernhof nach einem feinen Frühstück und fahren nach Monte Sant’Angelo – einem tausend Jahre alten Dorf hoch oben an den Südhängen des Gargano. Sehenswert sind das normannische Kastell und die Wallfahrtskirche San Michele. Diese erkennt man von außen nur durch den achteckigen Glockenturm und die zweiteilige Eingangshalle. Die Kirche selbst, die seit 2011 zum UNESCO Weltkulturerbe zählt, liegt im Inneren des Berges. Durch einen langen Gang geht es weit hinunter in den Berg. Die Grotte ist in den Felsen gehauen und enthält eine Anbetungsstätte mit einer Statue des Erzengels Michael. Es heißt, dass am 8. Mai 492 der Erzengel Michael den Hirten am Monte Sant’Angelo erschienen ist, also nur kurz nach dem endgültigen Untergang des Römischen Reiches im Jahr 476. Wir sind genau zur Zeit der täglichen Messe in der Grotte und wohnen dem Spektakel, zu dem täglich Pilger aus der ganzen Welt anreisen, bei.
Wir machen auch noch einen Abstecher zur Tomba di Rotari, ein altes, turmähnliches Baptisterium aus dem 13. Jahrhundert mit einer ungewöhnlichen inneren Struktur, von dem keiner so genau weiß, wie die Architektur zustande kam. Sehenswert ist es allemal.
Auch die Altstadt selbst, die Riune Junno, ist mit ihren kleinen, weiß getünchten Häusern mit markanten Schrägdächern und Kaminen absolut sehenswert.
Nach zwei Stunden Steinen brechen wir auf zu unserer letzten Station, nach Bari.
















































Bari
Nach rund zwei Stunden Autofahrt kommen wir in Bari an und geben unser Auto in der Nähe des Bahnhofes zurück. Zu Fuß zur Unterkunft sind es gerade einmal zehn Minuten. Für heute haben wir noch einmal ein besonderes Zimmer gebucht: eine Suite mit Whirlpool mitten in der Stadt. Le Terrazze Suites bieten vier Zimmer, wir haben uns das größte zum Schnäppchenpreis gesichert, weil wir kurzfristig umgebucht haben.
Wir nutzen den Whirlpool ausgiebig, bis der Abend anbricht. Dann starten wir zur finalen Erkundungstour durch die Altstadt von Bari. Auf unserem Weg liegen das Teatro Margherita, die Piazza Mercantile, die Ruderi di Santa Maria del Buon Consiglio, die Basilika San Nicola, die Kathedrale San Sabino, die schöne Piazza degli Innamorati Largo Albicocca und schließlich die „Strada delle Orecchiette“. Leider waren wir nicht am Vormittag da, wo Nonnas entlang der Straße unter freiem Himmel die traditionellen Nudeln zubereiten. Orecchiette heißt auf deutsch „kleine Ohren“, die Pasta wird mit viel Geschick und Geduld von Hand hergestellt. Jedes Stück wird mit dem Daumen gedrückt und dann gewendet, um die charakteristische konkave Form zu erhalten. Die Technik wurde über Jahrhunderte verfeinert und durch jahrelange Übung perfektioniert.






























Wir gehen am normannischen Castello Svevo di Bari vorbei zu unserem Restaurant für den letzten Abend in Bella Italia. Im „La Bul“ kocht Antonio Scalera Apulische Rezepte neu interpretiert. Wir essen das achtgängie Überraschungsmenü, das einfach nur großartig schmeckt. Der Chef persönlich serviert drei der Gänge und freut sich über unsere Begeisterung für sein Essen. Der Sommelier schmeißt sich auch ins Zeug und überrascht mit grandiosen apulischen Weinen.














Nach diesem würdigen Abschlussessen spazieren wir durch das nächtliche Bari zurück in unsere Suite.
Schritte: 16.000