Morgendliches Matera, Castel del Monte zu Mittag und Peschici am Abend

Auch heute beginnt der Tag früh, wir können uns doch nicht den Sonnenaufgang entgehen lassen. Wir brauchen nur aus unserem Zimmer auf die Terrasse gehen und sehen Matera von der Morgensonne im perfekten Winkel angeleuchtet – amazing! Wir genießen den Morgen auf der Terrasse und warten, bis es Frühstück gibt. Wir essen Burrata, Salami, Rohschinken und Kuchen auf der schönsten Terrasse Materas mit Blick auf den Dom. Dazu gibt es einen starken Espresso doppio. Danach checken wir aus – heute haben wir eine lange Autofahrt vor uns.

Castel del Monte

Nach einer guten Stunde fahrt kommen wir beim Castel del Monte an – besser gesagt, auf dem Parkplatz am Fuße des Hügels, auf dem das Schloss thront. Wir gehen die 1,3 Kilometer zu Fuß zum wohl imposantesten Bauwerk Apuliens.

Die mittelalterliche Befestigungsanlage war einst Jagdschloss von Friedrich II. und beeindruckt durch seine achteckige Bauweise. Der Kaiser entschied sich für diese Lage, um Feinde frühzeitig zu erkennen. Außerdem nutzte er das imposante Bauwerk, um seine Machtstellung im Reich zu untermauern. Das Schloss wurde um 1240 erbaut, die acht Burgtürme aus Sandstein sind im gleichen Stil errichtet und lassen das Kastell höchst imposant wirken. Man sagt, dass das Bauwerk der Reichskrone von Friedrich II. nachempfunden wurde.

Wir bekommen einen Audioguide und sind mit der Besichtigung recht schnell durch. Beeindruckend war es allemal.

Fahrt zum Stiefelsporn Italiens – der Gargano

Jetzt haben wir eine beinahe dreistündige Fahrt vor uns: wir fahren Richtung Italiens Stiefelspore, den Gargano. Der Gargano selbst ist eine gebirgige Halbinsel mit einem Nationalpark. Gekennzeichnet ist das Naturschutzgebiet durch Sandstrände zwischen schroffen Felsen, Meeresgrotten, einem dichten Wald, den Foresta Umbra, und mittelalterliche Städte. Wir werden die nächsten drei Nächte am Gargano verbringen, immer an einem anderen Ort. Wir starten im Norden in der Stadt Peschici, wo wir am späteren Nachmittag ankommen. Das Bed and Breakfast Gli Ort di Malva hat nur zwei Zimmer in der verkehrsberuhigten Altstadt und befindet sich direkt auf einer Klippe. Wir haben das Zimmer „Il Peperoncino gebucht“ und fühlen uns dort gleich wohl. Aber lange bleiben wir nicht dort, wir erkunden zunächst die kleine Altstadt und gehen dann über unzählige Stufen hinunter zum Strand. Der Sand ist sehr fein und sauber, das Meer angenehm warm. Wir plantschen in den sanften Wellen und genießen die Abendsonne. Dann steigen wir die Stufen wieder hinauf in die Altstadt und genießen eine kühle Dusche. Nun sind wir fit fürs Abendessen.

Domenico Cilenti hat im gleich um die Ecke gelegenen „Porta di Basso“ einen verdienten Michelin Stern erkocht. Der Abend könnte romantischer nicht sein. Wir haben einen privaten Tisch auf einem kleinen Balkon direkt über dem Meer und genießen die Abendstimmung, dazu großartiges Essen und eine gut ausgesuchte Weinbegleitung. Satt und zweieinhalb Stunden später schlendern wir durch die brechend volle Altstadt zurück zum Zimmer. Aus Innenhöfen erklingt Livemusik. Als wir im Zimmer ankommen, geht gerade ein blutroter Mond auf, ein schöner Anblick.

Schritte: 17.000