Pinhão hat zwar nur etwa 700 Einwohner:innen, ist mit seiner Lage aber das Herz des Douro-Tales. Die Eisenbahnstrecke der Linha do Douro aus Porto unterhält hier einen wichtigen und vor allem sehenswerten Bahnhof, die eintägigen Bootstouren, die ebenfalls in Porto starten, haben Pinhão zum Ziel. Claudia legt noch vor dem Frühstück 1.600 Meter schwimmend im Pool zurück, dann genießen wir Eier, Pancakes, Brot mit Käse und Früchtejoghurt auf der Terrasse des Vintage House. Kurz nach 10:00 Uhr checken wir aus.



Fahrt mit einem Rabelo und Azulejos am Estação Ferroviária do Pinhão
Gleich vor dem Vintage House Hotel liegen die Anlegestellen der berühmten Rabelo-Boote aus Holz, die früher für den Transport der Weinfässer nach Porto dienten. Wir haben eine zweistündige Fahrt gebucht und fahren entlang des Douro und sehen steile Weinhänge mit wunderschönen Quintas mittendrin. Bei der Mündung des Rio Tua drehen wir um und fahren die gesamte Stecke wieder zurück.
Nach der Fahrt statten wir dem Bahnhof von Pinhão mit seinen Azulejos noch einen Besuch ab, dann holen wir unser Auto vom Hotelparkplatz und fahren zur nächsten Quinta.






























Miradouro de Casal de Loivos und Quinta do Noval
Wir verlassen Pinhão in Richtung Norden und statten dem Aussichtspunkt Miradouro de Casal de Loivos einen Besuch ab. Nach ein paar Kurven sind wir auch schon bei der Quinta do Noval angekommen. Sie ist eine Ikone der Weinwelt und eines der historischen Port-Güter mit einer Geschichte zurück bis 1715. Sie steht für eine herausragende Weinlage, die höchste Qualität garantiert. Mit der Deklaration eines Vintage Port 1931 erreichte die Quinta do Noval weltweite Bekanntheit und Ruhm, vor allem bei den großen Port-Importeuren UK und USA. 1997 erbauten sie als erste Portwein-Produzenten überhaupt eine Abfüllanlage und ein Lagerhaus direkt an den Douro, was es ermöglichte, die gesamte Produktionskette vor Ort am Douro stattfindet zu lassen. So war keine Verschiffung nach Porto mehr notwendig.
Es ist schwierig, auf der Quinta einen Termin zu bekommen, aber wir haben es geschafft. Unser Besuch startet unter der großen Zeder, wir besichtigen die Rieden rund um die Quinta, die alten Kelleranlagen, in denen der Wein nach wie vor in Granitbecken gestampft wird, und das Fasslager. Bei der anschließenden Verkostung bekommen wir einen weißen und einen roten Douro DOC. Außerdem dürfen wir den Vintage 2016 und den 20 Jahre alten Tawny verkosten. Dann verabschieden wir uns und fahren zu unserer letzten Station im Douro-Tal, in den 15 Kilometer entfernten Ort Sabrosa.





















Quinta do Portal
Am späten Nachmittag kommen wir in der Quinta do Portal an und checken in ein geräumiges Zimmer mit Balkon im Casa das Pipas ein. Dann stürzen wir uns gleich in den Pool und verbringen dort den restlichen Nachmittag. Auch fürs Abendessen bleiben wir hier, die Quinta führt ein eigenes Restaurant. Die Gerichte sind nach dem „Farm to Table“ Prinzip zusammengestellt, alle Produkte sind frisch und lokal. Dazu trinken wir Weine des Weingutes, die uns allesamt sehr gut schmecken.














