Der letzte Frankreich-Tag ist angebrochen. Noch einmal genießen wir das großartige Frühstück in der ebenso großartigen Unterkunft. Dann checken wir aus und fahren zu unserem letzten Ziel, die „Gorges du Verdon“. Wir fahren einen kleinen Umweg über Valensole, wo wir eigentlich gestern unsere Lavendelwanderung machen wollten. Die Strecke ist sehr schön und führt uns schon bald an unzähligen, bereits abgeernteten Lavendelfeldern vorbei. Selbst jetzt sehen sie noch wunderschön aus, nicht auszumalen, wie es hier Anfang Juli aussieht!
Wir fahren eine Zeitlang hinter einem Traktor her, der gerade Lavendel geerntet und in seinem Anhänger aufgeladen hat. Der Duft ist sogar durch die geschlossenen Autofenster zu riechen, herrlich!







Nach etwa einer Stunde erreichen wir Moustiers-Sainte-Marie, ein kleines Bergdorf, das ebenfalls zu den schönsten Frankreichs zählt. Es schmiegt sich eng an zwei hohe Felsen und wird von einem Fluss, der in Kaskaden herunterfällt, in zwei Teile geteilt.
Wir spazieren durch die engen Gassen, den beschwerlichen Weg zur Kapelle am Berg lassen wir bleiben, wir sind schon ein bisschen faul geworden.
Das Dorf ist berühmt für seine Fayance-Keramik. Wir erstehen eine kleine Blumenvase für unsere getrockneten Lavendelsträuße in Hackstock.
























Wir gehen wieder zum Auto und fahren weiter nach La-Palud-sur-Verdon. Es geht in einer engen Passstraße nach oben und wir erhaschen den ersten Blick auf den Lac de Sainte-Croix, einem riesigen Stausee, der vom Fluss Verdon gespeist wird und in dem sich hunderte Badegäste schwimmend und auf Booten tummeln. Immer weiter geht es nach oben, bis wir in Palud-sur-Verdon angekommen sind, wo wir heute übernachten werden.
Bevor wir aber einchecken, fahren wir die „Route des Crêtes“, eine 24 Kilometer lange Passstraße, die sich entlang der Verdonschlucht in schwindelerregender Höhe windet. Exakt 14 Aussichtspunkte laden zum Stehenbleiben ein. Bei jedem einzelnen „Belvédère“ eröffnen sich neue Ausblicke auf die Schlucht und die umliegende Landschaft. Bis zu 700 Meter geht es steil nach unten, wir können Gruppen als ganz kleine Punkte beobachten, die in der Schlucht gerade ihr Canyoning-Erlebnis absolvieren.
Besonderes Highlight: Drei Steinadler ziehen ihre Kreise entlang der Steilwände und nutzen die besondere Thermik für akrobatische Flüge.
Wir brauchen zwei ganze Stunden für die Fahrt entlang des größten Canyons Europas, am Ende der Runde kommen wir direkt bei unserem Hotel für die Nacht an.































Wir checken im „Hôtel & Spa des Gorges du Verdon“ ein und brutzeln noch einmal in der Sonne. Die Hotelanlage ist wunderschön und hat mit den umliegenden Bergen ein besonderes Flair.
Am Abend essen wir im hoteleigenen Restaurant unser letztes französisches Menü und beschließen unsere Provence-Rundreise mit einer guten Flasche Wein.

















