Cucuron, La Roque d’Anthéron und Aix-en-Provence

Heute reisen wir bereits um 8:00 Uhr ohne Frühstück ab, denn wir haben für 9:00 Uhr eine Verabredung. Eine Viertelstunde dauert die Fahrt durch die wunderschöne Schlucht von Lourmarin. Im Dorf Lourmarin selbst bleiben wir kurz stehen und kaufen uns in einer Boulangerie Kaffee und Croissants.

Weiter geht’s nach Cucuron, bis wir zu einer Schotterstraße gelangen, die uns zu unserem „Date“ führt. Pünktlich um 9:00 Uhr kommen wir beim Campingplatz Roumavagi an, den die deutsche Aussteigerin Netta Wolf führt – inklusive einer kleinen Eselfarm. Genau deswegen sind wir hier, wir werden heute Vormittag drei Stunden lang mit einem Esel wandern. Netta stellt uns unsere Begleiterin „Ninette“ vor und erklärt uns die wichtigsten Dinge im Umgang mit Eseln. Sie drückt uns noch ein GPS-Gerät in die Hand und schon sind wir auf uns allein gestellt. Gleich nach ein paar Metern geht’s nicht mehr weiter – weil Ninette wohl beschlossen hat, dass sie nicht spazieren gehen will. Sie bockt und lässt sich nicht mehr bewegen, weiterzugehen. Wir bekommen noch einmal Hilfe von einem Mitarbeiter der Eselfarm, der uns mit dem Auto gefolgt ist. Er zeigt uns, wie wir Ninette dazu bringen, weiterzugehen: An den Zügeln ziehen und ein paar Klapse auf den Eselhintern, dann geht’s wieder. Wir wandern durch Weinfelder, als Ninette wieder anfängt, störrisch zu sein. Gut eine halbe Stunde brauchen wir für ein paar hundert Meter, denn die Eselin bleibt bei jedem Fleckchen Schatten stehen und rührt sich minutenlang nicht mehr vom Fleck.

Dann haben wir es endlich geschafft, Ninette folgt Eselführer Christoph nun brav, es braucht nur noch wenig Antrieb mit der Gerte von Eseltreiberin Claudia. Nach drei Stunden haben wir die sechs Kilometer geschafft und füttern Ninette mit mitgebrachten Karotten. Sie freut sich über den Leckerbissen und wir freuen uns, dass wir die Runde geschafft haben.

Nach einer halben Stunde Weiterfahrt sind wir in La Roque d’Anthéron, dort besichtigen wir die zweite Zisterzienserabtei des Urlaubes: Die „Abbaye de Silvacane“. Sie ist bei weitem nicht so überlaufen, wie die Abbaye Senanque in Gordes, aber mindestens genau so schön. Im Kreuzgang wird für das Klavierkonzert am Abend geübt, wir rasten eine Weile in den schattigen Bögen des „Cloîtres“.

Wir fahren weiter nach Aix-en-Provence, einem wunderhübschen südfranzösischen Städtchen, das nördlich von Marseille liegt. Die Stadt beschreibt sich auf ihrer Website selbst mit „Folgen Sie Ihren Sinnen, Sie sind in Aix-en-Provence.“

Den Stadtspaziergang haben wir uns für morgen Vormittag aufgehoben, daher gehen wir gleich nach dem Check-In im Hotel „Aquabella“ an den Pool und verbringen den restlichen Nachmittag dort.

Am Abend spazieren wir zu unserem Restaurant am Cours Mirabeau und können uns gar nicht satt sehen an den hübschen Fassaden und Plätzen. Überall herrscht reges Treiben, es gibt unzählige Restaurants, die bis auf den letzten Tisch gefüllt sind.

Unser Restaurant befindet sich in einem Wintergarten eines alten Gebäudes und ist ebenfalls bis auf den letzten Tisch gefüllt – gut, dass wir reserviert haben. Da wir heute so gut wie nichts gegessen haben, sind wir richtig hungrig und lassen uns das Menü schmecken. Wieder einmal erleben wir ein kulinarisches Highlight und einen wunderschönen Abend.

Zurück geht’s durch das nächtliche Aix, es ist noch immer sehr viel los in den Bars und Restaurants.