Heute wartet der letzte Ausflug auf uns. Aber bevor es so weit ist, verbringen wir nach dem Frühstück noch einen Vormittag am Pool. Unser Wohlfühlprogramm wird gegen 10:30 Uhr von einem Gewitter unterbrochen. Es regnet ungefähr eine halbe Stunde lang, dann scheint wieder die Sonne. Um 14:00 Uhr holt uns Ali ab. Ali haben wir am Strand kennengelernt, er ist ein privater Taxifahrer und bietet Touren an. Nachdem er uns sehr seriös vorgekommen ist, haben wir ausnahmsweise die Tourbuchung nicht über das Hotel gemacht. Wir werden nicht enttäuscht, Alis Auto ist sauber und geräumig und sein Fahrstil ist gemütlich und vorausschauend. Wir unterhalten uns die ganze Fahrt über. Wir fahren dieses Mal an Zuckerrohrfeldern vorbei und später durch Bananen-Palmenwälder. Nach einer guten halben Stunde sind wir bei der Hakuna Matata Spice Farm angelangt. Ali hat einen privaten Guide organisiert, der uns die Welt der Gewürze näherbringt. Wir riechen und kosten frischen Pfeffer, Muskatnuss, Kardamom, Ingwer, Zimtrinde, Zimtwurzel und Gewürznelken. Außerdem sehen wir echte Vanille, Jackfruit, Grapefruit und rote Bananen. Wir sind sehr beeindruckt und überwältigt von den frischen Gewürzen. Außerdem wird uns gezeigt, wie man aus den Samen des Achiotebaumes den Farbstoff Annato gewinnt, der für Lippenstift verwendet wird. Claudia trägt natürlichen Lippenstift auf und schon zaubert unser Guide einen Ring aus Blumen hervor. Vor laufender Kamera erneuern wir unsere Ehe 💍. An einer Lichtung setzen wir uns auf eine schattige Bank und wir bekommen einen Hut, ein Diadem und eine Handtasche, alle gefertigt aus Palmwedeln. Außerdem wird uns eine frische Kokosnuss gereicht, aus der wir das durstlöschende Kokoswasser trinken – köstlich! Dann gibt es noch eine kurze Showeinlage, ein Mitarbeiter der Gewürzfarm klettert ganz nach oben auf eine Kokospalme und singt dabei den Jambo Bwana Song (hier nachzuhören: https://youtu.be/usdoO0Zz0Aw?si=OUrE9KpwyJQxVIF_). Die Tour ist zu Ende, wir kaufen zwei Seifen für Hackstock, Muskatnüsse, Koriandersamen und Kardamom sowie zwei Säckchen echten Kakao für Fabia und Lea. Zum Schluss bekommen wir noch Obst, unter anderem eine Jackfruit, zu kosten.
Dann geht es weiter in die Hauptstadt Zanzibar, in der 1,1 Millionen Menschen leben. Die Altstadt heißt Stone Town, sie ist heute unser Ziel. Um 17:00 Uhr sind wir beim Darajani-Markt und werden dort von einem Guide abgeholt, den uns ebenfalls Ali organisiert hat. Er zeigt uns Stone Town im Schnelldurchlauf, wir haben um 18:00 Uhr in einem Restaurant reserviert. Stone Town ist der älteste Stadtteil von Sansibar, der Name leitet sich von den ab den 1830er Jahren aus hellem Korallenkalkstein errichteten, repräsentativen Gebäuden und Wohnhäusern ab. Ab 1840 befand sich in Stone Town die Residenz des Sultans von Oman. Um die Mitte des 19. Jahrhunderts war Sansibar der weltgrößte Produzent von Gewürznelken und die Stadt der größte Markt für den Sklavenhandel an der ostafrikanischen Küste. Die Gebäude sind vorwiegend aus Korallenstein und Mangrovenholz errichtet, mit Kalkmörtel und Kalkputz verarbeitet. Der Baustil spiegelt die unterschiedlichen kulturellen Einflüsse der Insel, ein Zusammenspiel von swahilischen, indischen, arabischen und europäischen Traditionen, wider. Die zweistöckigen Häuser sind typischerweise um einen Hof gruppiert, der über einen schmalen Gang zu erreichen ist. Innen gibt es lange, schmale Räume, außen zieren das Haus detailreiche, geschnitzte Doppeltüren, genannt „Sansibar-Türen“. Im Kontrast dazu stehen einfache, ebenerdige Swahili-Häuser und enge indische Fassaden, die sich in Geschäftsstraßen um einen Marktplatz, duka, gruppieren. Die Gassen sind eng und verwinkelt. Seit dem Jahr 2000 ist Stone Town eine UNESCO-Weltkulturerbestätte. Wir sehen den Fischmarkt, den Palast der Wunder, eine alte Befestigungsanlage und die Foodorani-Gardens, wo Streetfood angeboten wird – nichts für europäische Touristenmägen. Vor allem aber gehen wir auf Wunsch am Freddy Mercury Museum vorbei – die Queen-Legende wurde 1946 als Farrokh Bulsara in Zanzibar geboren und verbrachte die ersten Jahre seines Lebens hier.
Pünktlich um 18:00 Uhr setzt uns unser Guide beim Emerson Spice Restaurant ab. Wir haben im Rooftop Restaurant reserviert, wo ab 19:00 Uhr ein fünfgängiges Seafood-Menü serviert wird. Die Gäste wurden ersucht, bereits um 18:00 Uhr zu kommen, um bei Sonnenuntergang noch einen Cocktail zu trinken. Das machen wir gerne und trinken einen Sunset Glow auf der Dachterrasse. Um 19:00 Uhr erklärt der Koch das Menü, wir bestellen eine Flasche Wein und genießen das Menü, bei dem uns nur sehr wenige Zutaten bekannt sind – und wenn sie uns bekannt sind, werden sie in unbekannten Kombinationen serviert. Am besten schmeckt uns der Hauptgang, ein geräucherter lokaler Fisch mit Reis und Baobab-Sauce. Besonders geschmacksintensiv war der Hummer mit Vanillesauce, dazu marinierte Melonen. um 21:15 Uhr sind wir fertig und machen uns auf eigene Faust zurück zu Alis Parkplatz. Wir haben uns die Route gut eingeprägt, da wir kein Internet haben. Nach ein paar Minuten haben wir Ali gefunden, er bringt uns sicher nach Hause. Heute war ein ereignisreicher Tag, der uns richtig gut gefallen hat. Jetzt haben wir noch zwei Pool-Tage vor uns, bevor es wieder heimwärts geht.










































































































