Eine Brücke, eine Schifffahrt, drei Länder, ein Zwischenstopp in Malmö und eine späte Ankunft in Rostock

Eine Brücke, eine Schifffahrt, drei Länder, ein Zwischenstopp in Malmö und eine späte Ankunft in Rostock

Heute ist Reisetag. Wir verlassen Kopenhagen am späten Vormittag und fahren über eines der beeindruckendsten Brückenbauwerke der Welt nach Schweden. Die Öresundbrücke ist die weltweit längste Schrägseilbrücke für kombinierten Straßen- und Eisenbahnverkehr. Sie verbindet Dänemark und Schweden und wurde am 1. Juli 2000 nach einer 40-monatigen Bauzeit dem Verkehr übergeben. Die Gesamtlänge des Brückenzuges beträgt 7845 Meter, die Stahlbeton-Pylone sind 206 Meter hoch.

Gegen Mittag sind wir in Malmö und unterbrechen unsere Fahrt für einen kleinen Stadtspaziergang. Wir bewundern den „Turning Torso“, den höchsten Wolkenkratzer Skandinaviens und das dritthöchste Wohngebäude Europas. Entworfen wurde es vom spanischen Architekten Santiago Calatrava, den wir schon von unserem Baskenland-Urlaub kennen. Er zeichnet auch für den Bau der Zubizuri-Brücke in Bilbao verantwortlich. Das Hochhaus ist 190 Meter hoch und beherbergt 54 Etagen. Dann suchen wir uns einen Parkplatz neben dem Malmöhus und drehen eine Runde entlang des Förstadskanalen und durch die Altstadt.

Dann geht es auch schon weiter nach Trelleborg, das an der Südspitze Schwedens liegt. Von dort startet unsere Fähre zurück nach Deutschland. Durch die Fahrt mit dem Schiff ersparen wir uns rund 400 Autokilometer und einen Ladestopp. Der Check-In verläuft reibungslos, wir reihen uns etwa 90 Minuten vor Abfahrt in die Warteschlange ein. Sechseinhalb Stunden sind wir mit der „Akka“ der TT-Lines durch die Ostsee unterwegs. Wir verbringen die Zeit mit Netflixfilmen. An Deck ist es windig, das hindert uns aber nicht daran, die Kreidefelsen der dänischen Insel Møn zu bewundern. Auch einen Regenbogen sehen wir kurz vor einem aufziehenden Sturm. Kulinarisch ist heute der dürftigste Tag unseres Urlaubes: wir essen einen mittelmäßig schmeckenden Burger mit weichen Pommes im Schiffsrestaurant. Gut, dass wir Schnaps mithaben, der uns beim Verdauen und der Überwindung der Seekrankheit hilft 😊.

Gegen 22:00 Uhr fahren wir in Rostock von der Fähre und noch ein paar Kilometer ins Zentrum der Stadt, wo ein weiches Hotelbett auf uns wartet. Wir trinken noch einen späten Cocktail an der Hotelbar bevor wir unser feines Zimmer im 6. Stock des Radisson Blu beziehen. 16.682 Schritte sind es heute geworden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert