Noch mehr Kopenhagen-Eindrücke

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Rosenborg Slot

Nach dem Frühstück gehen wir zu Fuß zum Schloss Rosenborg. Es befindet sich am Rande des königlichen Gartens Kongens Have und der Eingang ist lediglich zwei Querstraßen von unserem Hotel entfernt. Wir durchqueren den Garten und haben einen tollen Blick auf das Schloss. Beim Eingang sind wir froh, dass wir Tickets vorab gebucht haben – alle, die heute spontan kommen, müssen mindestens eine Stunde auf Einlass warten. Wir gehen gleich um 10:00 Uhr im ersten Zeitslot durch die königlichen Hallen und Zimmer und bestaunen Gemälde, wertvolle Gegenstände aus Gold, Silber und Elfenbein. Im Keller bestaunen wir außerdem die dänischen Kronjuwelen. Die Geschichte Rosenborgs reicht zurück bis in das Jahr 1606, als Christian IV. mehrere vor den nordöstlichen Wällen liegende Grundstücke kaufte und dort einen Lust- und Küchengarten anlegen ließ. In diesem Garten wurde anschließend ein zweistöckiges Sommerhaus errichtet. Zwischen 1613 und 1615 wurde der nördliche Flügel Rosenborgs errichtet und zwischen 1616 und 1624 ein drittes Stockwerk und drei Türme hinzugefügt. Mit dem vom königlichen Baumeister Hans van Steenwinckel der Jüngere 1634 errichteten Turm an der Ostfassade war schließlich die heutige Form erreicht. Mit roten Ziegelsteinen, Dekorationen aus grauem Sandstein und seinen schlanken Proportionen orientiert sich Schloss Rosenborg am Stil der niederländischen Renaissance. Rosenborg wurde bis 1710 als königliche Residenz genutzt. 1833 entschloss sich Friedrich VI., das Schloss und die dort aufbewahrten Sammlungen in ein Museum umzuwandeln, das 1838 eröffnet wurde. ausgestellt.

Frederiks Kirke, Amalienborg, Gefionspringvandet und Sankt Albans Kirke und ein mittägliches Treffen

Nach etwa 90 Minuten sind wir mit der Schlossbesichtigung fertig. Es ist richtig viel los beim Eingang und wir sehen zu, dass wir zu unserem nächsten Ziel kommen, der Frederiks Kirke. Leider können wir sie nur von außen bewundern, eine Besichtigung ist erst am Nachmittag möglich. Dann kommen wir am Schloss Amalienborg vorbei, der Stadtresidenz der dänischen Königin Margrethe II. Interessant ist die Anordnung der vier einzelnen Palais um einen achteckigen Platz. Nicht weit entfernt befindet sich der große Springbrunnen Gefionspringvandet. Er ist das größte Denkmal in Kopenhagen und wird als Wunschbrunnen benutzt. Die Figurengruppe zeigt Gefion, die Asenjungfrau aus der germanischen Mythologie und ihre zu Stieren verwandelten Söhne, welche mit einem Pflug eine Furche zwischen der Insel Seeland und Schweden herauspflügen und damit Seeland vom Festland zu trennen. Gleich daneben steht malerisch die Sankt Albans Kirke, die einzige anglikanische Kirche Dänemarks. Das Kastellet lassen wir links liegen und steuern das Seaside Toldboden an, wo wir uns mit Regina und Sarah Fechter zu einem Mittagessen treffen. Die beiden sind auf ihrem Weg nach Norwegen und haben extra wegen uns einen kurzen Zwischenstopp in Kopenhagen eingelegt.

Die kleine Meerjungfrau, Fahrt im Doppeldecker, Tivoli und Rundetårn

Wir verabschieden uns von den beiden und spazieren zur kleinen Meerjungfrau, dem Wahrzeichen Kopenhagens. Die Sitzfigur aus Bronze auf einem Findling hat ihr Vorbild in dem gleichnamigen Märchen des dänischen Dichters Hans Christian Andersen. Mit einer Höhe von 125 cm gilt das Kunstwerk nach dem Entwurf von Edvard Eriksen als eines der kleinsten Wahrzeichen der Welt. Mit dem Hop On Hop Off Bus fahren wir retour ins Stadtzentrum und steigen beim Tivoli aus. Heute warten keine Menschenmassen auf den Eintritt und wir unternehmen wir einen Streifzug durch den Vergnügungspark, der heute sein 180-stes Jubiläum feiert. Dann haben wir genug vom Rummel und gehen zurück zum Hotel und besuchen unsere letzte Station in Kopenhagen, den Rundetårn. Der kreisrunde astronomische Turm hat einen Durchmesser von etwa 15 Metern und eine Höhe von 34,8 Metern. Bestiegen wird er, abgesehen von den letzten Metern vom Aussichtsbereich zum Observatorium, nicht über Treppen, sondern über eine 209 Meter lange und vier Meter breite spiralförmige Rampe, die sich in siebeneinhalb vollen Drehungen um die Turmmitte windet. Früher wurden dort Bücher, Instrumente und dergleichen per Pferdewagen angeliefert. Wir haben eine schöne Aussicht auf Kopenhagen und sehen uns beim Hinuntergehen noch die gerade gastierende Kimono-Ausstellung an. Gleich um die Ecke liegt unser Hotel, wo wir uns für den Abend frisch machen.

Abendessen in der Kødbyens Fiskebar

Für unseren letzten Abend in Kopenhagen haben wir uns ein besonderes Lokal ausgesucht, das ein wenig außerhalb des Stadtzentrums liegt. Kødbyen ist ein Stadtteil von Vesterbro und liegt zwischen den Bahngleisen, die zum Kopenhagener Hauptbahnhof und zum Sønder Boulevard führen. Wir fahren mit der neu gebauten Kopenhagener U-Bahn und suchen zwischen den ehemaligen Fleischverarbeitungshallen unser Restaurant, in dem es angeblich den frischesten Fisch Kopenhagens gibt. Das coole Restaurant im ehemaligen Fleischmarkt versprüht noch jede Menge Industriecharme. Wir essen Austern, kalte Fischvorspeisen sowie Tintenfisch und Fish & Chips als Hauptgang. Dazu gibt’s eine Flasche französischen Weißwein. Auch für ein Dessert ist noch Platz. Aus unserer Sicht ein Pflichtrestaurant bei einem Kopenhagenbesuch. Satt und zufrieden fahren wir mit der U-Bahn zurück ins Hotel. 24.550 Schritte sind es auch heute geworden.

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