Kopenhagen zu Wasser, aus der Luft und zu Land
Vormittag: Frühstück, Nyhavn und Bootsfahrt
Auch in diesem Hotel gibt’s beim Frühstückbuffet alles, was das Herz begehrt. Wir begehren vor allem starken Kaffee, denn es ist erst 7:30 Uhr. Wir frühstücken gemütlich und brechen gegen 9:00 Uhr auf zum heutigen Stadterkundungstag.
Wir beginnen am Nyhavn, der in der Morgensonne wirklich entzückend aussieht. Es ist noch nicht viel los, spätestens in einer Stunde werden die Touristenhorden einfallen. Wir umrunden das Skuespilhuset (deutsch Schauspielhaus), das prominent ans Wasser gebaut ist und gehen zum Ofelia Plads, wo um 10 Uhr unsere gebuchte Bootstour startet.
Wir haben eine etwas andere Tour abseits der Massentouristenboote ausgesucht. „Hey Captain“ ist ein kleiner Anbieter, der seine Touren selbst „Social Sailing“ nennt. Gefahren wird mit kleinen Booten mit maximal acht Personen und es werden „Hidden Gems“, eher unbekannte Plätze, angesteuert. Zwei Stunden dauert sie und unsere zwei Kapitäne bringen uns vorbei am Street Food Market Reffen zum CopenHill, Kopenhagens Müllverbrennungsanlange, auf der man im Sommer wandern und im Winter Schifahren kann. Weiter geht’s zur alten Festungsanlage Trekroner Fort, bei der wir aussteigen und die wirklich filmreifen verlassenen Räume ansehen. Dann geht’s weiter in den Nordhavn, wo wir die auf zwei Silos gebauten Portland Towers, die neuen Wohnanlagen und vor allem den Sandkaj, auf dem sich ein Naturschwimmbad befindet, bewundern. Dann geht’s retour, vorbei an der kleinen Meerjungfrau und der Oper zu den Kanälen des Christianshavn mit Hausbooten, Wohnanlagen, Bars und Cafés.










































































Nachmittag: Smørrebrød, Anarchie, Kirchturmspitze und Monarchie
Wir sind froh, wieder festen Boden unter den Füßen zu haben und gehen über die Fußgänger- und Radfahrbrücke Inderhavnsbroen nach Christianshavn. Dort steuern wir das Restaurant barr an, das für seine Smørrebrød-Kreationen bekannt ist. Smørrebrød heißt wörtlich übersetzt Butterbrot, meist sind es aber kunstvoll belegte Brote, die nahezu ausschließlich mittags als Frokost serviert werden. Christoph isst eines mit Schweinebauch, Claudia mit Garnelen. Dann teilen wir uns ein Wiener Schnitzel auf Dänische Art mit Kapern-Sardellensauce und Meerrettichdip. Der Kellner hat es uns aufgeschwatzt, weil er mitbekommen hat, dass wir aus Österreich kommen. Es entpuppt sich als Surschnitzel und schmeckt köstlich. Nach der Mittagspause steuern mir die Freistadt Christiania an. Auf dem Weg können wir dabei zusehen, wie die Inderhavnsbroen für ein Boot aufgeklappt wird. Die Kommune Christiania ist eine staatlich geduldete autonome Gemeinde, die seit 1971 besteht. Wir gehen durch das Zentrum, unter anderem auch die Pusher Street, in der offen Drogen verkauft werden. Ein Stück weiter ist die evangelisch-lutherische Erlöserkirche Vor Frelsers Kirke. Sie ist für den spiralförmigen Turm und ihr Glockenspeil bekannt. Wir haben für 15:00 Uhr Eintrittskarten und verbringen die Wartezeit in der WC-Warteschlange. Dann dürfen wir hinauf. Zuerst geht es innen auf steilen Holztreppen hinauf. Auf Höhe der Glocken sitzt eine Frau und spielt auf der Glockenorgel. Die letzten 150 Stufen sind im Freien, bis ganz zur Kirchturmspitze können wir hinauf und haben einen atemberaubenden Blick auf Kopenhagen aus 90 Metern Höhe. Über die Cirkelbroen (deutsch Kreisbrücke), die erst vor wenigen Jahren vom dänisch-isländischen Künstler Ólafur Elíasson entworfen wurde, und die Lille Langebro gehen wir wieder auf die andere Seite. Wir statten noch Det Kongelige Bibliotek einen Besuch ab. Sie ist die bedeutendste Bibliothek Skandinaviens sowie eine der größten Bibliotheken der Erde. Genau gesagt besuchen wir nur den Anbau, der Schwarzer Diamant genannt wird. Auf der Terrasse trinken wir Cola mit Eis und rasten unsere müden Füße aus. Dann gehen wir durch den Bibliotheksgarten zum angrenzenden Königspalast Christiansborg Slot. Eigentlich wollten wir es nur von außen ansehen. Da wir aber eine Viertelstunde vor dem letzten Einlass da sind, können wir noch schnell die Empfangsräume besichtigen. Dann geht’s zurück ins Hotel, wo wir uns an der Bar noch einen Cocktail genehmigen.



















































































Abend: Abendessen im Restaurant Palægade
Auch für heute Abend haben wir ein tolles Restaurant ausgesucht: Das Palægade in der gleichnamigen Straße versucht, die klassische französische Küche mit der dänischen auf eine kreative Weise zu verbinden. Wir nehmen das angebotene Menü mit Weinbegleitung und essen Jakobsmuschel mit Erbsen und weißem Kimchi, eine dänische Kartoffel mit Austernvinaigrette und Grünkohl, Wachtel mit Eierschwammerl und Foie Gras sowie ein Erdbeerdessert mit Pistazien und Vanilleeis. Ein weiterer großartiger Abend in Kopenhagen ist vorbei und wir gehen müde zurück ins Hotel. Heute sind wir richtig froh, dass wir endlich die Füße ausstrecken können, wir haben im Laufe des Tages 28.462 Schritte zurückgelegt.








