Puente de Vizcaya & Ereaga Strand

Puente de Vizcaya & Ereaga Strand

Morgenlauf

Der Tag beginnt heute für Claudia schon um 7:00 Uhr mit einer fünfeinhalb Kilomer langen Laufrunde entlang des Nervión. Die Espanade auf beiden Seiten ist perfekt dafür geschaffen. Vorbei geht es an der La Salve Brücke. Sie wurde vom Ingenieur Juan Batanero entworfen und in den 1970-er Jahren erbaut. Auf seiner Westseite befindet sich das Guggenheim Museum, beide Strukturen sind miteinander verbunden. Der markante rote Bogen im zentralen Teil der Brücke ist ein Projekt, das anlässlich seines 10-jährigen Jubiläums einen vom Museum organisierten Wettbewerb gewann. Das Guggenheim Museum liegt noch im Schatten, die Morgensonne hat es noch nicht über den Artxanda geschafft. Der Morgen gehört den wenigen Sportler:innen, die um diese Zeit unterwegs sind. Auf der anderen Fluss-Seite sind das Kongresszentrum, das wir gestern besucht haben, sowie das 2013 neu erbaute Fußballstadion San Mamés, Spielstätte des Erstligisten Athletic Bilbao, zu sehen. Auf der Puente Euskalduna wird der Nervion überquert, von der aus der Sonnenaufgang zu sehen ist. Zurück geht es über das Kongesszentrum entlang des Paseo de la Memoria bis direkt vorbei am Guggenheim Museum. Maman hat Claudia heute für sich alleine. Auf dem Weg zur Zubizuri Brücke stehen weitere Kunstwerke: Die Statue des Sozialisten Ramón Rubial von Casto Solano und die Grupo escultórico „Sirgueras“ von Dora Salazar. Über die Zubiruri, die von der aufgehenden Sonne erleuchtet ist, geht es zurück Richtung Hotel. Der kurze Weg zum Guggenheim muss noch einmal sein, denn jetzt strahlt die Fassade aus Titan mit der Sonne um die Wette. Beim Zurücklaufen darf auch eine Fahrt mit dem Lift auf die Puente de La Salve nicht fehlen.

Puente de Vizcaya in Getxo

Der Rest des Tages ist Sonntagsprogramm. Gegen 10:30 Uhr gehen wir auf die Plaza Moyua, von der aus wir mit der Metro nach Portugalete fahren. Nach etwa einer halben Stunde sind wir angekommen. Portugalete liegt an der Mündung der Flüsse Nervion, Ibaizabal und Cadagua in den Golf von Biskaya. Über das Wasser führt die beeindruckende Puente de Vizkaya.

Die Biskaya-Brücke ist die älteste Schwebefähre der Welt und noch heute in Betrieb. Sie wurde 1893 eröffnet und im Jahr 2006 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Die Anlage wird auch Puente de Portugalete oder nach ihrem Erbauer, dem baskischen Architekten und Ingenieur Alberto Palacio Elissague, Puente Palacio genannt. In Spanien ist sie aber vor allem unter dem Namen Puente Colgante („Hängende Brücke“) bekannt. Die Schwebefähre verbindet die Gemeinde Portugalete mit dem Stadtteil Las Arenas der Gemeinde Getxo. Sie sind von der Ría de Bilbao, die für Seeschiffe befahrbare Mündung des Flusses Nervión in den Golf von Biskaya, getrennt. Die Anlage besteht aus 45 Meter hohen Stahlfachwerktürmen an beiden Ufern mit einem 160 Meter langen horizontalen Traggerüst dazwischen, an dem die Transportbarke aufgehängt ist. Mit der ca. 14 mal 10 Meter großen Barke können Personen und bis zu sechs Autos transportiert werden. Zusätzlich gibt es noch einen Fußgängerüberweg im oberen Teil der Hochbrücke, der per Aufzug zu erreichen ist. Heute sind weltweit noch acht Schwebefähren in Betrieb. Die Brücke ist fest in das Verkehrsnetz von Bilbao eingebunden und erspart den Fahrgästen einen Umweg von fast zwanzig Kilometern Autobahn. Da heute eine Regatta stattfindet, ist der Fußweg gesperrt, wir fahren mit der Barke. Auf der anderen Seite angekommen, sehen wir einen der Ruderbewerbe der heutigen Regatta. Es ist viel los, wir spazieren etwa drei Kilometer den Kai entlang Richtung Ereaga Strand. Der Fußweg ist gesäumt von Villen auf der einen, sowie Segelschiffen und Motorbooten auf der anderen Seite.

Mittagessen in der Brasserie Igeretxe

Pünktlich um 13:30 Uhr kommen wir am Erega Strand an. Das direkt am Strand gelegene Hotel Igeretxe ist bekannt für seine gute Küche. Unsere Mägen knurren schon, wir haben heute noch nichts gegessen. Wir essen gebackene Tintenfischring, Oktopus, Bonito und Bacalao. Bacalao ist eine Spezialität der Region. Dafür wird Kabeljau gesalzen und anschließend durch Trocknung an der Luft haltbar gemacht. Bei der Zubereitung muss der Fisch gewässert werden, wodurch er aufquillt. Dazu gibt es eine Flasche großartigen Verdejo aus Castilla y León.

Chillen am Ereaga Strand

Den Rest des Tages verbringen wir am Strand. 800 Meter feinster Sand und 19 Grad kühles Meer bieten alles, was man für einen Badetag braucht. Wir schlafen, lesen, hören Musik und gehen baden. Der Strand ist nach Westen ausgerichtet, wir bleiben bis spät am Abend und genießen die immer milder werdende Sonne. Gegen 20:00 Uhr gehen wir zu Fuß zur 1,5 Kilometer entfernten Metrostation udn fahren zurück. Auf dem Heimweg trinken wir noch ein Cerveza und fallen dann müde in unser bequemes Hotelbett. Heutige Schritte: 22.480 (davon 6.795 Morgenlauf).