An die Nordseeküste: Von Hamburg nach Sankt-Peter-Ording

An die Nordseeküste: Von Hamburg nach Sankt-Peter-Ording

Frühes Frühstück und Fahrt nach SPO

Heute sind wir die ersten beim Frühstück, es ist erst 7:30 Uhr, außerdem ist Montag, die Wochenendtouristen sind schon gestern abgereist. Dann checken wir aus, holen das Auto und laden unser Gepäck auf dem Parkplatz direkt vor dem Hotel ein. Dann fahren wir 150 Kilometer in den Norden.

Beim Eider-Sperrwerk kommen wir das erste Mal ans Meer. Hier mündet die Eider in die Nordsee. Hauptzweck dieses größten deutschen Küstenschutzbauwerkes ist der Schutz vor Sturmfluten. Bevor es weitergeht, müssen wir ca. zehn Minuten warten, denn es werden gerade Schiffe durchgelassen. Eine halbe Stunde später sind wir in Sankt Peter-Ording, kurz „SPO“, angelangt.

Ein Fahrrad-Abhol, Strandkorb-Liege und Cocktail-Schlürf-Nachmittag in Sankt-Peter-Ording

Wir sind zwar früh dran, können unser Auto aber gleich in der Hotelgarage abstellen. Wir werden freundlich im Urban Nature empfangen, das Zimmer können wir aber noch nicht beziehen. Das haben wir vermutet, darum haben wir unsere Badesachen vorsorglich gleich in eine Extra-Tasche gepackt. Wir gehen zu Fuß zum Fahrradverleih „Die Bikerei“, wo wir zwei Räder vorbestellt haben. Wir müssen ein bisschen warten und bekommen dann zwei Top-Freizeiträder, mit denen wir in den nächsten vier Tagen viel unterwegs sein werden. Wir radeln retour zum Hotel und machen uns dann zu Fuß auf dem Weg zum Strand – denn auf der Seebrücke zur Badestelle „Bad“ herrscht Radfahrverbot. Unser Hotel liegt sehr zentral, in wenigen Minuten sind wir an der Seebrücke angelangt. Sie ist einen Kilometer lang und verbindet das Festland mit dem Strand – dazwischen sind Salzwiesen. Wir spazieren über die Brücke – es ist angenehm kühl und etwas windig. Der Strand ist atemberaubend groß. Zwölf Kilometer erstreckt er sich von Norden nach Süden. Die Badestelle Bad ist in der Mitte. Uns beeindrucken die gestreiften Strandkörbe im pulverigen weißen Sand und die Pfahlbauten, in denen sich jeweils das WC, die Rettungsstation und das Restaurant Arche Noah befinden. Wir suchen unseren vorab gebuchten Strandkorb und richten ihn erst einmal ein. Dann essen wir im Pfahlbaurestaurant einen Ofenkartoffel mit Nordseekrabben zu Mittag – köstlich! Dann wird gestrandkorbt, zwischendurch blinzelt sogar die Sonne durch die Wolken. Sogar ins 19 Grad warme Meer wagen wir uns – Christoph bis zu den Knien, Claudia bis zum Kinn. Dann dösen wir im Strandkorb weiter, bis es uns zu kalt wird. Wir marschieren zurück ins Hotel und checken in unser Zimmer ein. Es ist ein Traum mit riesigem Badezimmer und eigener Terrasse. Nachdem wir uns für die nächsten vier Tage eingerichtet haben, trinken wir einen Sundowner in der Rooftop-Bar. Jetzt ist es durchaus frisch – ohne Pulli ungemütlich. Dann geht’s ab in die warme Dusche. Wir sind bereit für den Abend.

Ein abendliche Radfahrt zum besten Restaurant SPOs

Das erste Abendessen in Sankt Peter-Ording führt uns in den knapp sieben Kilometer entfernten Ortsteil Böhl. Wir erreichen das Pfahlbaurestaurant „Salt & Silver am Meer“ nach ca. 20 Minuten Fahrt über einen durchgängigen Radweg.

Dort essen wir köstliche Nordsee-Austern und Fisch – dazu gibt’s eine Flasche Burgundercuvée aus Deidesheim. Draußen geht die Sonne hinter den Wolken unter und zeigt sich kurz, bevor sie im Meer versinkt. Der Weg zurück ist anstrengend – es geht stetig leicht bergauf und wir haben starken Gegenwind. Da haben wir die Kalorien des Abendessens gleich wieder abgebaut. 19.980 Schritte waren wir immerhin heute unterwegs – die Radumdrehungen gar nicht mitgezählt.

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