Hamburg: Elbphilharmonie, HafenCity und Speicherstadt – und am Abend ein bisschen Hygge
Start in den Tag mit einem faulen Vormittag
Um 8:30 Uhr gehen wir frühstücken und werfen kurzerhand unsere Vormittagspläne über den Haufen. Draußen regnet es und der geplante Spaziergang durch die HafenCity und die Speicherstadt wird gekürzt und auf den Nachmittag vertagt – da soll das Wetter nämlich besser werden. Wir faulenzen und nutzen die Zeit für Blogschreiben (Claudia) und ein Nickerchen (Christoph).



Elbphilharmonie
Gegen Mittag lässt der Regen nach und wir fahren mit dem Fahrrad zur Elbphilharmonie. Da wir noch Zeit haben, bevor unsere Führung beginnt, kaufen wir einen Coffee-to-go und erkunden den Platz der Deutschen Einheit direkt neben dem Hamburger Konzerthaus. Es ist sogar ein Stück der Berliner Mauer als Mahnmal aufgestellt.






Für 12:30 Uhr haben wir eine 90-minütige Führung durch die Elbphilharmonie gebucht. Die Tickets sind heiß begehrt und wir haben sie bereits vor sechs Wochen online gekauft – normalerweise sind sie nach ein paar Minuten ausverkauft. Unser Guide begrüßt uns freundlich und weist ins darauf hin, dass es ein strenges Fotoverbot im gesamten Haus – ausgenommen der Plaza – gibt. Darum gibt es auch nur Bilder von der Plaza. Wir fahren die längste Rolltreppe Westeuropas (82 Meter) hinauf zur Plaza in 37 Metern Höhe, wo die eigentliche Führung beginnt. Zweieinhalb Minuten dauert die Fahrt mit der sogenannten Tube. Die Wände sind hell verputzt und mit 7900 Glaspailletten besetzt, in denen sich die Beleuchtung der Tube spiegelt. Sie wölbt sich in einem Bogen nach oben und wir kommen der Decke immer näher, bis etwa nach der Hälfte der Fahrt der geringste Abstand erreicht ist. Danach entfernt sich die Decke wieder nach oben. Ein Fahrerlebnis der besonderen Art. Wir erfahren eine Menge Wissenswertes über das Haus, die Architektur, die Geschichte und die verbauten Materialien. Entworfen wurde das Konzerthaus von den Schweizer Architekten Herzog & de Meuron. Die Verbindung aus roten Backsteinmauern und filigranem Glasbau macht es zum Inbegriff des Hamburger Selbstverständnisses. Der ehemalige Kaispeicher A wurde bis gegen Ende des letzten Jahrhunderts als Lagerhaus für Tee, Tabak und Kakaobohnen genutzt. heute bildet er das Fundament für 200.000 Tonnen Kultur: Die Glasfassade verwandelt den aufgesetzten Baukörper der Philharmonie mit 110 Metern Gesamthöhe in einen riesigen Kristall mit immer wieder neuem Erscheinungsbild. Mit seinen in Teilbereichen gekrümmten und eingeschnittenen Glaspaneelen fängt die „Elphi“ die Reflexionen des Himmels, des Wassers und der Stadt ein. Wir dürfen sowohl den kleinen als auch den großen Saal von innen ansehen und sind zutiefst beeindruckt von der Architektur und der Akustik. Wir nehmen uns fest vor, zu einem Konzert wiederzukommen. Um 14:00 Uhr ist die Führung zu Ende, wir umrunden die Plaza und trinken noch ein Bier.














HafenCity und Speicherstadt
Es hat aufgehört zu regnen und wir nehmen unsere verkürzte Tour durch die HafenCity und die Speicherstadt in Angriff. Die Fahrräder lassen wir bei der Elbphilharmonie stehen und gehen zu Fuß. Über Kaiserkai und Magellan-Terrassen gehen wir ganz in den Osten der HafenCity bis zur Oberhafen-Kantine. Sie ist ein kleines denkmalgeschütztes Gebäude, in dem ein Restaurant betrieben wird. Durch die Unterspülung mit Elbe-Wasser weisen die Räume eine deutliche Schieflage auf. Wir bestellen eine Kleinigkeit, die sich nicht als klein herausstellt. Auch eine Probierportion Labskaus ist dabei – Kartoffelstampf mit Rindfleisch und Roter Rübe, dazu ein Rollmops.
Dann gehen wir über die Speicherstadt retour zur Elbphilharmonie und holen unsere Fahrräder. Die bringen wir dann sogleich wohlbehalten zurück zur Zweiradperle. Dann fahren wir mit der U1 zum Jungfernstieg und statten auf dem Weg zum Hotel noch dem imposanten Hamburger Rathaus einen Besuch ab. Im Innenhof finden wir einen Brunnen, der sich perfekt als Fotomotiv eignet.
Dann machen wir uns im Hotel frisch für den Abend – heute geht’s ins Landhaus Flottbek, das sich in einem Vorort Hamburgs befindet.






























































Ein Hygge-Abend
Das Landhaus Flottbek ist ein Hotel mit Restaurant. Und genau das haben wir uns für heute Abend ausgesucht. Es heißt Hygge, das dänische Wort für „Wohlbefinden“. Hygge ist auch das Restaurant. Es werden laut Website Speisen und Getränke gereicht, die glücklich machen sollen. Wir fahren mit einem Uber hin und sind gleich gebannt von der Wohlfühl-Atmosphäre. Es ist schummrig, in der Mitte der liebevoll renovierten Scheune brennt ein Feuer im Kamin. Auf allen Tischen leuchten Kerzen. Wir bestellen ein viergängiges Überraschungsmenü und bekommen Quiche Lorraine, Onsen-Ei mit Spinat und Kartoffelpüree, Flat Iron Steak und ein Schoko-Eis-Dessert. Und dazu eine wirklich glücklich machende Weinbegleitung. Der Abend ist sehr gelungen! Gegen Mitternacht fahren wir mit einem Uber zurück ins Hotel und gehen schlafen – morgen müssen wir früh aufstehen. 19.200 Schritte waren wir heute unterwegs.










