Claudia macht bereits kurz nach Sonnenaufgang einen Spaziergang am Strand und sucht nach den seltenen Pansy-Muscheln – leider vergeblich. Der Spaziergang lohnt sich dennoch, es herrscht eine wunderschöne Wolkenstimmung, das Wetter hat sich merklich gebessert.
Danach frühstücken wir auf der wunderschönen Terrasse mit Meerblick, der Tag kann kommen – zumindest für Claudia. Christoph entscheidet, im Bett zu bleiben – gut, dass wir eine zweite Nacht gebucht haben und nicht auschecken müssen.
Christoph fährt Claudia zum zehn Autominuten entfernten Central Beach, sie hat ein besonderes Rendezvous.



























Schwimmen mit Robben und Baden im Indischen Ozean
Das Rendezvous sind Kap-Pelzrobben – hautnah unter Wasser. Die Tour wird von Offshore Adventures veranstaltet. Der Treffpunkt ist bereits eine halbe Stunde vorher. Es hat sich eine Gruppe von 13 Leuten versammelt, wir bekommen spezielle Schutzstrümpfe für Arme und Beine, Neoprenanzüge, Flossen, Taucherbrille, Schnorchel und Schwimmweste. Dann steigen wir ins Tragflügel-Speedboot und fahren mit 260 PS zur Robberg-Halbinsel, wo etwa 8.000 Robben beheimatet sind. Ein paar davon schwimmen gerade im Wasser und wir springen zu ihnen hinein. Alle haben großen Respekt vor den Tieren, die süß aussehen, aber scharfe Zähne haben. Es ist ein unvergessliches Erlebnis! Nach einer halben Stunde im Wasser klettert die Gruppe wieder ins Boot und wird in den sicheren Hafen zurückgebracht – mit einer ganz besonderen „Landung“ am Strand. Mit 260 PS fahren wir Vollgas ans Ufer und landen hart an der Beachfront.
Christoph holt Claudia ab, wir fahren zurück ins Hotel. Claudia packt die Badesachen und kühlt sich im hoteleigenen Infinity-Pool ab. Das war nicht genug Wasser – vom Pool aus sehen wir, dass der Robberg 5 Beach geöffnet ist. Es ist ein bewachter Blue Flag Strand, das heißt, man kann bedenkenlos ins Wasser. Claudia stürzt sich in den Indischen Ozen, die Wellen sind hoch, die Unterströmung bereits nach ein paar Metern im Wasser stark. Vor ein paar Tagen ist an diesem Strand ein 49-jähriger Österreicher gestorben, weil er in eine so genannte „Rip Tide“ geraten ist. Es ist jedenfalls Vorsicht geboten. Nach einer halben Stunde in den Wellen geht’s wieder zurück ins Hotel – der Ausflug nach Knysna steht zumindest für die Hälfte unserer Reisegruppe auf dem Programm.















Austern und Seafood in Knysna
Das malerische Städtchen Knysna ist 40 Kilometer von Plettenberg Bay entfernt, wir sind bei der Anreise schon daran vorbeigefahren. Knysna liegt in einer Lagune und ist umgeben von einem Naturreservat, für den heutigen Besuch ist nur die Waterfront von Interesse. Dort gibt es nämlich frische Austern, jede Menge Geschäfte und tolle Restaurants. Claudia lässt sich mit einem Taxi hinbringen und startet im 34 Degrees South mit einem Oyster Experience & Tasting. Es gibt drei wilde und eine kultivierte Auster zum Kosten, dazu ein Glas Schaumwein. Die wilden Austern kommen direkt aus dem Meer und sind köstlich! Eine Regenfront zieht durch, gerade richtig für ein wenig Shopping. Claudia streift durch die Geschäfte an den Waterfront Knysna Quays. Um 18:30 Uhr ist ein Tisch im Drydock Restaurant & Terrace reserviert. Beim Eingang hat sich eine Warteschlange von etwa 50 Leuten gebildet, die keinen Tisch reserviert haben – das Restaurant scheint beliebt zu sein. Drinnen ist es voll, die Seitenwände sind wegen des Regens heruntergelassen. Claudia bekommt einen schönen Tisch an der Waterfront und startet mit Austern – what else! Danach gibt’s noch eine kleine Portion Rainbow Sushi und Linefish mit Reis und Gemüse. Die Hälfte der Hauptspeise wird nicht gegessen, sondern eingepackt und dem kranken Christoph mitgenommen. Das Taxi wartet vereinbarungsgemäß um 20 Uhr und bringt Claudia wohlbehalten die 40 Kilometer zurück nach Plettenberg Bay. Christoph freut sich über das Abendessen, ihm geht es schon wieder besser.
























Schritte: 10.000