Von Kapstadt nach De Hoop Nature Reserve über die Pinguinkolonie in Betty’s Bay und den südlichsten Punkt Afrikas

Heute stehen wir mit der Sonne auf, wir werden Kapstadt verlassen und uns in das Abenteuer Garden Route stürzen. Wir packen unsere Koffer und bekommen ein frühes Frühstück serviert. Wir verabschieden uns von Tino und lassen uns mit einem Uber zur Mietwagenstation bringen. Wir bekommen einen Toyota Corolla Cross, der wird uns die nächsten 15 Tage begleiten.

Fahrt nach Betty‘s Bay und Besuch der Pinguinkolonie am Stony Point

Christoph macht sich mit dem Auto vertraut – der Fahrersitz ist auf der rechten Seite, in Südafrika herrscht Linksverkehr. Zumindest die Pedale sind „richtig“ angeordnet, die Schaltzentrale befindet sich linker Hand. Gut, dass wir ein Automatikgetriebe haben.

Unser erstes Ziel ist 90 Kilometer entfernt – wir fahren zum Stony Point Nature Reserve bei Betty’s Bay. Zuerst fahren wir auf der Autobahn, die Richtungsfahrbahn erleichtert das Linksfahren. Bei Somerset fahren wir ab und sind ab sofort auf der Küstenstraße mit fantastischen Ausblicken unterwegs. Knapp zwei Stunden nach Abfahrt sind wir am Stony Point Nature Reserve angekommen. Wir haben bereits im Vorfeld einen Tagespass gekauft und können problemlos den Naturpark betreten. Ein 500 Meter langer Pfad führt uns zur Pinguinkolonie. Wir sehen aber nicht nur Afrikanische Pinguine, sondern drei Arten von Kormoranen, Möwen und Dassies. Die Pinguine haben eine Größe von 65 Zentimeter und wiegen zwischen 3,1 und 3,6 Kilogramm. Manche werden bis zu 20 Jahre alt. Fun Fact: Afrikanische Pinguine werde auch Meeresesel genannt, weil ihre Schreie ähnlich klingen wie die eines Esels.

Gearings Point und der südlichste Punkt Afrikas

Wir haben weitere 185 Kilometer vor uns, wir fahren durchs Landesinnere Richtung Agulhas National Park. Das Wetter verschlechtert sich zunehmend. In Hermanus machen wir kurz am Gearings Point Halt, wo es üblicherweise einen wunderbaren Ausblick auf die Küste sowie die dahinterliegenden Berge gibt. Zwischen Juni und November kann man in hier Wale beobachten. Die Sicht ist heute eingeschränkt, die Freiraum-Kunstwerke entschädigen uns aber. Wir fahren weiter, die Straßen sind gut ausgebaut und führen kilometerlang durch hügelige Steppe, später durch Weinbaugebiete. gegen 15 Uhr sind wir am Kap Agulhas angelangt. Der südlichste Punkt des afrikanischen Kontinents ist auch jener Punkt, an dem der Indische Ozean und der Atlantik zusammenfließen. Nach einem Erinnerungsselfie steigen wir ins Auto und fahren zum Ziel des heutigen Tages, ins 95 Kilometer entfernte De Hoop Nature Reserve.

Am Ende der Welt: De Hoop Nature Reserve

Das De Hoop Nature Reserve wird von den meisten Reisenden der Garden Route links liegengelassen. Dabei ist das riesige Naturschutzgebiet an Schönheit nicht zu überbieten. Um 18:00 Uhr schließen die Tore und niemand kann hinein oder hinaus. Nach der holprigen Fahrt auf über 40 Kilometern Schotterpiste schaffen wir die Einfahrt um 17:45 Uhr. Es gibt nur eine Unterkunft, die De Hoop Collection mit verschiedenen Zimmerangeboten. wir haben eines der neun De Hoop Village Cottages ergattert. Dorthin sind es noch einmal acht Kilometer Schotterpiste, dann sind wir angelangt. Direkt neben der Straße grasen Buntböcke, überall laufen Strauße herum, auch den ein oder anderen Pavian sehen wir am Wegesrand. Wir checken ein, kaufen Lagerfeuerholz für den Abend und richten es uns gemütlich in unserem Cottage ein. Dann gehen wir zu Fuß in einen Kilometer entfernte Fig Tree Restaurant , wo bereits ein Tisch für uns reserviert ist. Der Weg führt uns sehr nah an Straußen und Zebras vorbei, sehr abenteuerlich. Im Restaurant bekommen wir ein dreigängiges Menü serviert und trinken dazu eine Flasche Weißwein. Nachdem wir mit dem Essen fertig sind, nehmen wir uns noch eine Flasche Rotwein mit und spazieren, ausgerüstet mit Stirnlampen, zu unserem Cottage. Dort machen wir ein Lagerfeuer und trinken Wein – hoe romanties!

Schritte: 12.800