Zum Start in den Tag bekommen wir ein herrliches Frühstück am Pool serviert. Dann machen wir uns fertig für einen abwechslungsreichen Kapstadt-Tag.






Kunst, Kultur und Geschichte Kapstadts
Ein Uber bringt uns in den Stadtteil Bo-Kaap. Wir haben über Get Your Guide eine Tour gebucht, die uns die Geschichte und Kultur Kapstadts näherbringen soll. Wir haben Glück, wir sind die einzigen und haben eine exklusive Führung nur für uns. Sipho führt uns zuerst durch Bo-Kaap, das geprägt ist von bunte Fassaden und historische Moscheen. Es wird auch Malaienviertel oder Islamviertel genannt. Gegründet wurde es im 18. Jahrhundert, als zahlreiche Miethäuser gebaut und an ehemalige Sklaven verpachtet wurden. Die Kapmalaien waren von der Holländisch-Ostindischen Handelskompanie aus Indonesien, Sri Lanka, Indien und Malaysia verschleppt worden, um am Kap zu arbeiten. Sie spielten eine zentrale Rolle in der Etablierung der südafrikanischen Sprache Afrikaans. Mitte des 20. Jahrhunderts erklärte das Apartheid-Regime Bo-Kaap zu einem Gebiet nur für Menschen muslimischen Glaubens. Menschen anderer Religionen und ethnischer Zugehörigkeit mussten das Viertel verlassen. Nach dem Ende der Apartheid wurden viele der historischen Häuser instandgesetzt und als Symbol der Unabhängigkeit und Vielfalt bunt gestrichen. Heute wohnen über 6.000 Menschen im bunten Bo-Kaap, über 90 Prozent von ihnen sind Musliminnen und Muslime.
Weiter gehen wir zur belebten Long Street, wo viktorianische Gebäude auf lebhafte Bars, Buchläden und Vintage-Boutiquen treffen. Als Nächstes tauchen wir ein in das geschäftige Treiben des Greenmarket Square, wo Händler handgefertigte Waren, lokale Kunst und farbenfrohe Textilien anbieten. Auf unserem Weg kommen wir an bedeutenden Sehenswürdigkeiten wie der Slave Lodge vorbei, die an die Kolonialgeschichte der Stadt erinnert, und am Rathaus, wo einst historische Reden und Proteste durch die großen Bögen hallten. Unsere Tour endet im District 6, wo Geschichten von Zwangsumsiedlungen und kultureller Widerstandsfähigkeit noch immer das Bild der Gegend prägen.
Nach zwei Stunden wissen wir sehr viel mehr über die Geschichte Kapstadts und bedanken uns bei Sipho für die interessante Tour.






















































Old Biscuit Mill & Neighbourgoods Market
Ein Uber bringt uns in den Stadtteil Woodstock zur Old Biscuit Mill. Das liebevoll restaurierte Gelände einer ehemaligen Keksfabrik ist heute das Zuhause von Restaurants, Büros, Designer-Läden, Cafés, Modegeschäften, einer Fabrik mit gläserner Produktion von feinster Schokolade, Kunsthandwerk, Kaffee-Röstereien, Antiquitätenhändlern, Möbelgeschäften, Bildergalerien, Delikatessen-Geschäften, Keramik-Studios und vielem mehr. Wir schlendern durch die Shops, kaufen ein paar Kleinigkeiten und essen einen Burger in einer stylischen Bar. Dazu gibt es lokales Bier, das richtig gut schmeckt.
Höhepunkt ist der „Neighbourgoods Market“, der jeden Samstag von 9:00 bis 14:00 Uhr stattfindet. Wir schlendern durch die Hallen und bestaunen handgemachte Käse, im Holzofen gebackenes Brot, frische Blumen, feines Gebäck, Keramik aller Art, exquisite Biere, hochwertige Öle, getrocknete Pilze, Gewürze, Antiquitäten, leckere Sandwiches und Fleischspieße, frischen Fisch, Weine, Honig, Bonbons, heiße Waffeln, Tee, ökologisch angebautes Obst und Gemüse, Handarbeiten und vieles mehr. Dazu gibt’s Tanzbares von einem DJ.





















Table Mountain
Gestärkt rufen wir ein Uber, das uns zur Talstation der Table Mountain Cableway bringt. Wir steigen in die Gondel, die 65 Personen fasst. Die Seilbahn gibt es seit 1929, im Jahr 1997 wurde sie erneuert. Wir überwinden 700 Höhenmeter auf einer Strecke von 1,2 Kilometern. Die Kabine dreht sich bei der Fahrt, so haben wir einen fantastischen Rundumblick.
Oben angekommen, verschaffen wir uns einen Überblick. Wir stehen auf einem Plateau aus Sandstein auf einer Höhe von 1.087 Metern. Die Sicht ist mittlerweile gut, noch bis vor einer Stunde war der Tafelberg wolkenverhangen. Das so genannte Tablecloth-Phänomen ist Ergebnis der Wetterbedingungen am Tafelberg – er ist auch an klaren Tagen oft von einer Wolkendecke verhüllt.
Wir gehen den 1,4 Kilometer langen Klipspringer Walk, der uns am Rand des Plateaus rund um den Berg führt. Wir haben atemberaubende Aussichten auf Kapstadt und ins Landesinnere. Nach einer kurzen Wartezeit fahren wir wieder nach unten, bestellen ein Uber und lassen uns in unsere Unterkunft bringen. Wir springen kurz in den Pool, duschen und machen uns fertig für den Abend.

































Zehn-Gänge-Dinner im La Colombe
Heute haben wir den nächsten kulinarischen Meilenstein vor uns: La Colombe, 2020 bis 2022 von World Culinary Awards dreimal zu Africa’s Best Restaurant gekürt. Das Menü von James Gaag ist großartig – wir starten mit Gemüse, dann gibt es köstliche Wildschweinsnacks, einen kreativen Brotgang, eine Dose Thunfisch mit Secret Sauce, dann Krabbe bzw. Fals Bay Fisch. Als Zwischengang wird gesalzene Agave serviert, wir haben uns somit zum Hauptgang durchgearbeitet. Es gibt einmal Lamm und einmal Wagyu, dann schließen wir mir zwei Desserts den Abend. Die Weinbegleitung ist perfekt, der Preis ist im Vergleich zu europäischen Sternelokalen mehr als angemessen. Wir haben uns mit dem Uber-Fahrer von heute Nachmittag arrangiert – erholt uns gegen Cash ab und bringt uns zurück in die etwa 20 Kilometer entfernte Unterkunft.



























Schritte: 13.700