Entlang der Ostküste des Gargano nach Vieste

Der Tag startet fantastisch – wir bekommen ein Frühstück der Extraklasse, zubereitet von der Küche des Porta di Basso. Tiefenentspannt machen wir uns auf den Weg nach Vieste. Die größte und bekannteste Stadt der Gargano-Halbinsel ist zwar nur 30 Kilometer entfernt, wir sind aber fast vier Stunden unterwegs, weil wir Aussichts- und Bade-Zwischenhalte eingeplant haben. Wir halten am Zaiana Beach und am Baia di Sfinale und kühlen uns jedes Mal in der wunderbar klaren Adria ab.

Am frühen Nachmittag erreichen wir Vieste und checken in unserem Zimmer „Cela una Volta“, das sich mitten in der autofreien Altstadt befindet, ein. Das Zimmer Opale verfügt über einen Balkon mit Blick auf die Altstadt und das Meer. Und genau zu diesem wollen wir! Zunächst schlendern wir durch die Altstadt und gehen dann in die Bar Fresh, die uns unser Vermieter, Carmine, empfohlen hat. Dann steigen wir über die „Scalinata dell’Amore“ hinauf in die Altstadt, bevor es wieder steil nach unten zum Spiaggia del Pizzomunno geht. Der Strand unterhalb der Klippe, auf der die Stadt erbaut wurde, ist fast drei Kilometer lang und hat seinen Namen von einem 25 Meter hohen Monolithen aus Kalkstein, der „Pizzomunno“ genannt wird.

Die Legende vom Fischer Pizzomunno sei hier kurz erzählt: jeden Tag fuhr er mit seinem Boot auf See und wurde von Meerjungfrauen mit ihrem Sirenengesang angelockt. Eines Tages boten sie ihm Unsterblichkeit und wollten ihn zu ihrem König machen. Pizzomunno allerdings liebte die schöne Cristalda und willigte nicht ein. Die Sirenen entführten Cristalda und zogen sie in den Abgrund des Meeres. Pizzomunno konnte sie nicht retten und war vom Schmerz zerstört. Er verwandelte sich in einen riesigen Stein, der seither seinen Namen trägt. Alle hundert Jahre am 15. August, heißt es, können sich Cristalda und Pizzomunno wiedersehen.

Wir genießen den grandiosen Ausblick und spazieren wieder zurück in die Unterkunft. Dort machen wir uns frisch und danach auf den Weg zum nördlichen Teil von Vieste. Ein kleiner Umweg zum Trabucco die Punta San Francesco darf nicht fehlen. Trabucchi sind hölzerne Pfahlkonstruktionen, die seit dem Mittelalter für den Fischfang verwendet werden.

Das Restaurant für den heutigen Abend befindet sich in der Marina von Vieste und heißt „Acqua“. Der Weg dorthin führt uns wieder über unzählige Stufen, das Fitnessprogramm ist in diesem Urlaub jedenfalls inkludiert. Das Degustationsmenü wird seinem Namen gerecht, es gibt Fisch und Meeresfrüchte in Hülle und Fülle, dazu eine sehr gute und mengenmäßig üppige Weinbegleitung. Nach zweieinhalb Stunden sind wir fertig und gehen durch Gassen und über Plätze voll mit Menschen zurück zur Unterkunft. Die Stufen hinauf in unser Dachterrassenzimmer sind die letzte Anstrengung des Tages. Auf der Terrasse ist es kühl, wir haben einen schönen Ausblick auf die umgebenden Häuser und den Dom.

Schritte: 16.000