Unser letzter Tag in SPO mit Wattwanderung, Sauna und Soulfood-Abendessen
Eine naturkundliche Wanderung ins Wattenmeer und ein Saunanachmittag
Nach einem wie immer hervorragenden Frühstück laden wir unser Auto in der Hotelgarage auf, danach radeln wir zum Südstrand. Dort ist um 11:30 Uhr eine naturkundliche Führung ins Wattenmeer angekündigt. Wir sind früh dort und drehen noch eine Runde am sehr kleinen Strand. Dann verstauen wir unsere Schuhe unter einem Pfahlbau und schließen uns der Gruppe an, die sich gerade gebildet hat. Unser Guide ist eine 19-jährige, die ihren Freiwilligendienst in der Schutzstation Wattenmeer absolviert. Sie erzählt uns über das größte Wattenmeer der Welt, das sich zwischen Dänemark, Deutschland und Niederlande auf 11.500 Quadratkilometern erstreckt und 500 Kilometer lang und bis zu 40 Kilometer breit ist. Den bei Niedrigwasser freiliegenden Grund der Nordsee bezeichnet man als Watt. Es wird zweimal am Tag während des Hochwassers überflutet und fällt bei Niedrigwasser wieder trocken, wobei das Wasser oft durch tiefe Ströme, so genannte Priele, abfließt. Der zeitliche Abstand zwischen einem Hochwasser und einem Niedrigwasser beträgt durchschnittlich sechs Stunden und zwölf Minuten. Das Wattenmeer steht unter Naturschutz und dient vielen Vögeln als Rastplatz und Nahrungsquelle. Die UNESCO hat den deutschen und den niederländischen Teil 2009 zum Weltnaturerbe ernannt. Wir gehen über den – jetzt trockenen – Meeresboden bis zu einem Priel und fangen mit Keschern die Meeresbewohner: Garnelen, Muscheln, Schnecken, Einsiedlerkrebse und Nordseekrabben. Wir dürfen den Priel durchqueren und landen auf der anderen Seite im Schlickwatt. Dort sinken wir bei jedem Schritt bis zu den Waden ein, eine rutschige Angelegenheit. Beim Zurückgehen suchen wir noch nach einem Wattwurm und finden einen ganz kleinen. Die zweistündige Tour war definitiv ein Highlight unseres Urlaubes.
Dann kehren wir im nebenan liegenden Pfahlbau bei „LOTTI am Südstrand“ ein, trinken Bier und verspeisen Fish and Chips. Dann radeln wir zurück und entscheiden im Hotel, dass wir nicht mehr auf den Strand gehen, sondern noch einmal in die Sauna. Heute ist das Wetter besser, der Wind hat sich gelegt, auf der Saunaterrasse ergattern wir sogar ab und zu den Blick auf die Sonne, die zwischen den Wolken hervorkommt. Auch die Temperaturen sind wieder etwas nach oben geklettert.










































Ein genussvoller Abend im Hotelrestaurant mit musikalischer Einstimmung
Unser heutiges Abendessen haben wir im hoteleigenen Restaurant „Auntie Clara“ gebucht. Vorher stimmen wir uns noch mit einem Aperitif an der Rooftop-Bar ein. Heute ist ein Musiker anwesend, der mit Loops arbeitet. Er nimmt seine Baseline live auf, spielt diese in Endlos-Schliefe und spielt weitere Instrumente dazu. Von irischen Folk-Songs bis zu Jazz und Pop ist alles dabei. Eine schöne Einstimmung auf das Abendessen!
Dann gehen wir hinunter ins Hotelrestaurant, das knackevoll ist. Wir werden zu unserem Tisch gebracht – es ist tatsächlich noch einer frei. Wir machen es uns gemütlich und bestellen eine „Soulful Jorney“ für zwei Personen – ein Überraschungsmenü zum Teilen. Als Vorspeise bekommen wir Hummus, Mojo Rojo und Harissa mit Linsencracker. Dann gibt’s gebackene Muscheln mit Estragon-Mayo und knusprige Falafel mit Baba Ganoush. Als Hauptgang bekommen wir gerösteten Brokkoli in Kokos-Curry mit Limetten-Duftreis und Pulled Pork mit Pommes. Dann gibt’s noch Eis am Stiel mit Mango und Haselnuss-Krokant. Unsere Bäuche sind voll nach diesem Mega-Menü, das perfekt für unseren letzten Abend an der Nordsee war. Wir drehen noch eine kurze Runde zu Fuß, um das Essen zumindest ein bisschen zu verdauen. Wir lauschen dem Lachen der Möwen und genießen den windstillen Abend. 12.778 Schritte haben wir zurückgelegt – plus die Fahrt zum Südstrand mit dem Rad.













