Ausflug zum Westerhever und ein Strandtag in SPO

Ausflug zum Westerhever und ein Strandtag in SPO

Wanderung zum Leuchtturm Westerhever auf der Halbinsel Eiderstedt

Um 5:30 läutet der Wecker – wir fahren zum wohl bekanntesten Leuchtturm Deutschlands, den Westerhever. Nach rund 20 Minuten Fahrt sind wir am Parkplatz angelangt – und wir sind die einzigen. Tagsüber ist der riesengroße Parkplatz stets bis zur letzten Lücke gefüllt. Wir wollen die Touristenmassen umgehen und den Turm außerdem im sanften Morgenlicht erwandern. Es ist aufgelockert bewölkt, die Sonne zeigt sich immer wieder und taucht die Landschaft in goldenes Licht. Es weht eine steife Brise, ohne Windjacke wäre die Wanderung nicht möglich. Wir gehen den drei Kilometer langen befestigten Weg durch die Salzwiesen und genießen die jodige Luft. Leider sehen wir schon von der Ferne, dass der Leuchtturm mit einem Gerüst eingekleidet ist – er wird über den Sommer renoviert. Schade, aber auch die Salzwiesen und die darin weidenden Schafe sind ein großartiger Ausblick. In der Ferne erscheint für ein paar Minuten ein schwacher Regenbogen, eine atemberaubende Stimmung so früh am Morgen, ganz für uns allein. Als wir beim Westerhever angekommen sind, lesen wir, dass wir aufgrund der Renovierungsarbeiten auch die Plattform nicht betreten können. Der Turm wurde im Jahre 1906 auf einer vier Meter hoch aufgeschütteten Warft mit Pfahlgründung und Betonsockel errichtet. Darauf wurde der 41,5 Meter hohe Turm 608 miteinander verschraubten, 130 Tonnen schweren, gußeisernen Platten montiert. Innerhalb des Turmes befinden sich neun Stockwerke. Im Jahre 1908 wurde das Leuchtfeuer in Betrieb genommen. Die Reichweite der Lichtbogenlampe beträgt 22 Nautische Seemeilen, das sind nachts bei guter Sicht an die 50 km. Durch die Automatisierung ging der Leuchtturmwärter im Jahre 1979 vom Turm. Auch der Rückweg, den wir eigentlich nehmen wollten, ist gesperrt. Der gepflasterte „Stockenstieg“ war ursprünglich der einzige befestigte Zugang zum Leuchtturm und steht im Denkmalbuch des Landes Schleswig-Holstein als Bestandteil des Nationalparks Wattenmeer.

Wir fahren zurück und sind von der morgendlichen Wanderung ganz hungrig geworden. Wir frühstücken am außerordentlich gut bestückten Buffet und verbringen den Vormittag mit Zeitunglesen und Blogschreiben in der Hotellobby.

Strandkorben am Strandabschnitt Ording

Gegen Mittag brechen wir mit den Fahrrädern nach Norden zum Strandabschnitt Ording auf. Nach etwa zehn Minuten sind wir dort und finden einen belebten Strand vor, auf dem Kinder Sandburgen bauen und Drachen steigen lassen. Die Erwachsenen faulenzen in Strandkörben, gehen spazieren oder machen einen Kitesurfkurs in den Nordseewellen. Wir suchen unseren vorreservierten Strandkorb und machen es uns gemütlich. Sobald man drinliegt, ist der Wind ausgesperrt und die Sonne scheint uns auf die Nase. Unseren Durst löschen wir zwischendurch in der Strandbar 54° Nord. Wir haben Glück und erwischen einen Sitzplatz auf der Sonnenterrasse. Mittagessen lassen wir heute bleiben, aber den Apple-Crumble-Cheesecake lassen wir uns nicht entgehen. Wir verbringen den restlichen Nachmittag am Strand, bis es uns zu kühl wird. Retour geht’s zum Hotel. In der Rooftop-Bar darfs wieder ein Ginger-Mojito sein, bevor wir duschen gegen und uns für den Abend frisch machen.

Abendessen im Esszimmer

Frisch geduscht schwingen wir uns wieder aufs Rad und fahren etwa zwanzig Minuten durch ein kleines Wäldchen und Heidelandschaft ganz in den Norden Sankt Peter-Ordings. Dort befindet sich das Hotel Zweite Heimat mit dem Restaurant Esszimmer, in dem wir für heute Abend einen Tisch reserviert haben. Das nordische Design gefällt uns und wir essen Nudeln mit Garnelen und ein Thunfischsteak mit Trüffelpommes. Dazu trinken wir eine ausgezeichnete Burgunder-Cuvée vom Nahe-Weingut Korrell. In der Abenddämmerung fahren wir wieder zurück ins Hotel. 13.457 Schritte haben wir heute gemacht – dazu kommen nochmal ca. 20 Fahrradkilometer.

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