Elektrisch von Regensburg nach Hamburg, erste Stadterkundung und spätes Abendessen

Elektrisch von Regensburg nach Hamburg, erste Stadterkundung und spätes Abendessen

Bye, Bye Regensburg, Hamburg wir kommen!

Wir haben zwar nicht lange geschlafen, aber sehr gut. Um 7:30 Uhr gehen wir frühstücken – in den geschmackvollen Räumlichkeiten des Restaurants. Wir bekommen ein serviertes Frühstück mit allem, was das Herz begehrt. Nach einem Teller Schinken, Käse, Gemüse und Obst, dazu einer bayrischen Brezen, checken wir aus. Heute haben wir die längste Autofahrt des gesamten Urlaubs vor uns: Wir fahren rund 750 Kilometer in den Norden. Unser nächstes Ziel ist die Hansestadt Hamburg.

Die Fahrt verläuft zwar problemlos, ist aber zum Teil mühsam. Es gibt viel Verkehr und vor allem viele Baustellen Kurz vor Nürnberg hören wir gerade noch rechtzeitig eine Verkehrsfunkmeldung über die Sperre der A3. Wir umfahren den Stau weiträumig und haben zwar Zeit verloren, uns aber rund eine Stunde Zeitverlust erspart. Vor der ersten „Tankfüllung“ an einer Ionity-Ladestation sind wir ein bisschen nervös – wir hoffen, dass unsere LINZ AG Ladekarte auch funktioniert. Nach 250 Kilometern probieren wir es aus – und es funktioniert wunderbar. Wir verbinden die Ladepause mit einer Mittagspause und fahren schon nach einer halben Stunde mit fast vollem Akku weiter. Von der Landschaft ist nicht viel zu sehen, wir fahren durchs flache Land. Der Himmel wird immer bewölkter, je weiter wir in den Norden kommen, zeitweise regnet es sogar leicht. Für die Fahrt ist das aber ganz angenehm. Kurz nach Kassel laden wir unser Auto zum zweiten Mal. Hier gibt’s statt Mittagspause Siesta. Ein Nachmittagsschläfchen und eine Dreiviertelstunde später fahren wir weiter nach Hamburg. Und wieder gibt es eine Staumeldung genau für unsere Route zwischen Hannover und Hamburg. Kurzerhand nehmen wir eine andere Strecke über Braunschweig und Lüneburg. Ein Teil ist Bundesstraße, dort bekommen wir einen ersten Einblick auf die norddeutsche Architektur: Häuser aus Fachwerk und Klinkerziegeln. Landschaftlich ist die Lüneburger Heide der Autobahn jedenfalls vorzuziehen, aber der Umweg kostet uns eine Dreiviertelstunde. Fazit: Wir waren für rund 750 Kilometer elf Stunden unterwegs. Und wir haben die Strecke mit zwei Ladepausen geschafft – statt der geplanten drei.

Ein feines Hamburger Hotel für die nächsten Tage und ein Spaziergang zur Binnenalster

Dann sind wir da, in der Hansestadt! Unser Hotel liegt zentral am Rödingsmarkt. Die Fraser Suites sind in einem mit viel Liebe erhaltenen, denkmalgeschützten Gebäude aus der Zeit um 1900 untergebracht, das Innenleben ist ein wunderschönes Nebeneinander von Alt und Neu. Unsere Deluxe Suite ist geräumig und hat sogar eine kleine Teeküche. Wir haben den E-Ladeparkplatz direkt neben dem Hotel ergattert und können die Koffer bequem ins Zimmer bringen. Während wir uns frisch machen, geht draußen ein Gewitterregen nieder. Als wir  uns auf zu unserer ersten Hamburg-Erkundung machen, hat der Regen schon wieder aufgehört. Wir sind nach der langen Autofahrt froh, dass wir uns ein wenig die Beine vertreten können. Wir gehen über die Fleetinsel und das Passagenviertel zwischen Binnenalster und Elbe direkt an den Jungfernstieg an die Binnenalster. Der Jungfernstieg ist eine Prachtmeile mit Luxusgeschäften und Passagen. Beeindruckend: Die Alsterfontäne, die 40 Meter hoch in den Hamburger Abendhimmel sprudelt. Dann geht’s weiter zu den Colonnaden – Hamburgs ältester Fußgängerzone, die mit ihrem weißen Säulengang italienisches Flair versprüht.

Spätes Abendessen

In Hamburg gibt es Restaurants, wo bis spät in der Nacht die Töpfe kochen. Wir haben vorsorglich für sehr spät einen Tisch im „Nikkei Nine“ im Fairmont Hotel Vier Jahreszeiten reserviert. Das Hotel selbst ist eine Sehenswürdigkeit. Das Restaurant ist eine Mischung zwischen Bar und Fine Dining mit offener Schauküche und bezeichnet sich selbst auf seiner Website als „kosmopolitisch“.

Wir lassen uns kulinarisch überraschen und legen die Speisenauswahl in die Hände des Küchenteams. Serviert werden uns überraschende Kombinationen aus japanischen klassisch-eleganten Gerichten mit herzhaften Elementen aus Peru. Jeder Happen ist ein Gedicht und hat eine intensive Aromatik. Es gibt Tatar vom Wagyu-Rind, eingelegte Jakobsmuschel, Pimientos, Sushi und Ente vom japanischen Robata-Grill. Dazu Cocktails und Wein. In der Bar nebenan legt ein DJ auf und es herrscht ausgelassene Stimmung. Es hat gleich mal gut angefangen in Hamburg! Kurz nach Mitternacht kommen wir ins Hotel zurück und fallen ins superweiche Bett. Heute haben wir 9.672 Schritte auf den Asphalt gebracht – trotz der langen Autofahrt.

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