Ankunft in Bilbao, Stadtblick vom Artxanda

Ankunft in Bilbao, Stadtblick vom Artxanda

Fahrt mit dem Auto nach München und Flug nach Bilbao

Um 2:15 Uhr läutet der Wecker. Nach einer erfrischenden Dusche machen wir uns auf den Weg nach München. Die Fahrt verläuft problemlos, auch die Reichweite des Elektroautos ist kein Thema. Pünktlich um 6:00 Uhr erreichen wird das Parkhaus P20 und übergeben unser Auto einem Mitarbeiter, der es für unsere Rückkunft wieder aufladen wird.

Beim Check-In verläuft auch alles zügig und nach Plan. Lediglich unsere Koffer müssen wir umpacken, damit sie gleich schwer sind. Nach der Sicherheitsschleuse gibt es erst einmal ein ordentliches Frühstück mit viel Kaffee. Der Weg zum Gate ist weit, wir kommen genau rechtzeitig zum Boarding. Der Flug startet pünktlich um 8:40 Uhr und wir landen – ebenfalls wie geplant – um 10:50 Uhr in Bilbao.

Bilbao (baskisch auch Bilbo) ist die Hauptstadt der Provinz Bizkaia (spanisch: Vizcaya) und größte Stadt der Autonomen Gemeinschaft Baskenland in Spanien. Zugleich gehört Bilbao zu den Universitätsstädten in Spanien. Weiter ist sie die wichtigste Industrie- und Hafenstadt des Baskenlands und hat zuzüglich des Umlands fast 900.000 Einwohner:innen. Mit rund 350.000 Einwohner:innen im Stadtgebiet ist Bilbao eine der zehn größten Städte Spaniens. Weitere Infos über Geschichte, Geografie, Klima, Politik, Bevölkerungsentwicklung, Spache und Sehenswürdigkeiten sind im Wikipedia-Artikel nachzulesen.

Von dem viel berichteten Chaos auf Flughäfen haben wir nichts bemerkt. das Taxi haben wir im Voraus gebucht, der Fahrer holt uns ab und macht gleich einmal eine kleine kostenlose Stadtrundfahrt mit uns. Beim Hotel Hesperia Bilbao lässt er uns aussteigen.

Check-In im Hotel Hesperia Bilbao und erste Stadterkundung

Wir checken in unserem Hotel für die nächsten vier Tage ein – nach dem Taxifahrer liegt es in der besten Gegend von Bilbao: direkt am Fluss Nervión, nicht weit zur Altstadt, den Museen und Sehenswürdigkeiten. Nachdem es erst Mittag ist, können wir die Zimmer noch nicht beziehen. Wir lassen unser Gepäck im Hotel und machen uns zu Fuß auf den Weg in die Stadt – wir haben Hunger!

Der Himmel ist wolkenverhangen, es hat aber angenehme 23 Grad. Nach den Tempereaturen der letzten Tage sind wir so richtig glücklich darüber. Das atlantische Klima ist gekennzeichnet durch seine ganzjährig milden Temperaturen, in Bilbao hat es im Sommer eine Durschnittstemperatur von rund 25 Grad.

Wir spazieren über die Fußgängerbrücke Zubizuri, was, aus dem Baskischen übersetzt, „weiße Brücke“ bedeutet. Sie wurde von 1994 bis 1997 nach einem Entwurf des spanischen Architekten Santiago Calatrava gebaut. Sie überspannt den Nervión und verbindet die beiden Stadtteile Campo Volantin und Uribitarte miteinander. Die geschwungene Brücke wird von einem Bogen getragen und hatte ursprünglich einen Glasboden, der inzwischen mit einem Teppich aus Kunststoff bedeckt ist – weil er bei Nässe sehr rutschig war.

Wir spazieren durch belebte Straßen und kehren ins Café Iruña ein – ein geschichtsträchtiges Café, das im Jahr 1903 eröffnet wurde und innen mit vielen kleinen Mosaikfliesen für das besondere Flair sorgt. Wir essen Pinxtos – kleine Häppchen, die man im Baskenland in vielen Bars zu einem Getränk isst. Man bestellt an der Theke, bekommt sie auf kleinen Tellern überreicht, isst, trinkt aus und zieht weiter. Der Name kommt vom spanischen Wort Pincho, was übersetzt Spieß bedeutet. Nach den vier Brötchen und einem Cerveza (Bier) ist der größte Hunger gestillt. 

Fahrt mit der Standseilbahn auf den Artxanda

Es ist immer noch zu früh, um das Zimmer beziehen zu können, deshalb ziehen wir unser Nachmittagsprogramm vor. Wir fahren mit der Funicular de Artxanda auf den „Hausberg“ von Bilbao. Wir überwinden 220 Höhenmeter in drei Minuten und spazieren in den weitläufigen Park mit Aussicht. Wir überblicken einen Großteil der Stadt und haben auch einen herrlichen Ausblick auf das Guggenheim-Museum und den Nervión, der sich Richtung Meer schlängelt. Es duftet nach Nadelholz und genießen die Ruhe. Dann fahren wir wieder nach unten und besorgen im Supermarkt Wasser und Schokolade. Wir bestaunen den frischen Fisch und die Meeresfrüchte, die zu unglaublich niedrigen Preisen angeboten werden. Dann beziehen wir unser Zimmer im Hotel, das ganz in der Nähe der Talstation liegt.

Wir haben ein großartiges Zimmer im vierten Stock mit einen kleinen Erker mit Blick auf den Nervión. Der Rest des Nachmittags wird verschlafen – wir sind immerhin schon seit 14 Stunden unterwegs.

Abendessen im Restaurant mina

Nachdem das Baskenland vor allem für seine vielen großartigen Restaurants bekannt ist, nutzen wir die Gelegenheit, ein paar davon in den nächsten Tagen kennenzulernen. Wir starten heute mit dem Restaurante mina – ausgezeichnet mit einem Michelin-Stern.

Vom Hotel sind es zu Fuß knapp zwei Kilometer, die wir entlang des Nervión zurücklegen. Man kann richtig spüren, wie die Stadt aufwacht: es sind viele Menschen unterwegs, auf den Spielplätzen spielen Kinder, es wird gejoggt, spaziert und beisammengestaden. Wir machen einen kleinen Abstecher in die Casco Viejo, die Altstadt, wo vor den Pixto-Bars schon eine Menge Leute beisammenstehen und in den für Spanien noch jungen Abend starten. Hierzulande geht man frühestens um 21:00 Uhr essen.

Das Restaurant ist klein, es haben gerade mal sechs Tische Platz. Zusätzlich gibt es acht Sitzplätze direkt an der Theke. Wir haben früh reserviert und einen der Tische ergattert. Es wird saisonal und mit regionalen Produkten der höchsten Qualitätssufe gekocht. Zum Urlaubsauftakt leisten wir uns das große Degustaitonsmenü mit Weinbegleitung. Ganze vier Stunden lang essen wir Muscheln, Fisch, Gemüse und raffinerte Saucen, Gels und Cremes. Den Abschluss bildet Kalbsbries und zwei süße Gänge. Wir sind restlos begeistert – fast. Denn ein Gang waren Kokotxas, eine baskische Spezialität mit Fischhälsen vom Bacalao – muss nicht sein 🙂

Um 1:00 Uhr gehen wir zurück ins Hotel und machen wieder einen Abstecher in die Altststadt, die jetzt zur Partyzone geworden ist. Die Skyline von Bilbao gefällt uns und wir sind froh, dass wir uns nach dem vielen Essen noch ein wenig bewegen können. Wir fallen ins Bett und schlafen uns für den nächsten Tag aus. Heute gemachte Schritte: 16.881