Heute ist unser letzter Urlaubstag. Zum Abschluss haben wir uns ein Bad in der Blauen Lagune aufgehoben. Und unseren zweiten Teil des Stadtspazierganges. Nach einer Dreiviertelstunde Fahrt sind wir an der Blauen Lagune angelangt.


Bláa Lónið
Die Blaue Lagune zählt zu den beliebtesten Attraktionen Islands, und es ist nicht schwer zu erkennen warum! Das milchig-blaue Wasser bildet einen starken Kontrast zu dem schwarzen, mit dunkelgrünem Moos bedeckten Lavafeld, das die Lagune umgibt. Die Blaue Lagune ist ein großer See mit perfekter Badetemperatur (durchschnittlich 39°C). Dank weltbekannter Medienkanäle (u. a. wurde die Blaue Lagune vom National Geographic zu einem der 25 größten Weltwunder und vom Condé Nast Traveller zu einem der 10 besten Spas der Welt gekürt) ist das Thermalbad heute international berühmt und steht auf der Wunschliste vieler Urlauber:innen aus aller Welt ganz oben. Deshalb haben wir unsere Tickets schon lange im Voraus gebucht.
Die Geschichte der Blauen Lagune reicht bis ins Jahr 1976 zurück, als sie sich neben dem Geothermalkraftwerk Svartsengi bildete. Anders als viele glauben, ist die Lagune kein natürliches Phänomen; ihre Existenz verdankt sie vielmehr einer künstlich geschaffenen Anlage. Sie entstand aus dem überschüssigen Wasser des Kraftwerks, das Dampf und heißes Wasser aus 2.000 Metern Tiefe an die Oberfläche pumpt. Das Wasser ist sauber und enthält keinerlei Chemikalien, sondern nur natürliche Mineralien. Da unablässig Wasser in die Lagune strömt, erneuert es sich alle 40 Stunden zur Gänze. Das Wasser ist richtig warm, wir bekommen für unsere Gesichter eine Lava-Peelingmaske, eine Kieselerde-Maske und eine Algen-Maske. Ein Ausflug mit Beauty-Effekt. ✨ Ganze zwei Stunden bleiben wir im milchig-blauen Wasser, der Himmel ist ebenfalls blau, die Sonne geht gegen Mittag auf, es ist wunderbar. Ein Island-Besuch ohne Blaue Lagune ist undenkbar.















Reykjavík zu Fuß II
Als wir zurückkehren, steht noch der von gestern auf heute verschobene (Einkaufs-)Bummelnachmittag am Programm. Da es kurz vor Sonnenuntergang ist, schauen wir noch einmal beim „Sun Voyager“ vorbei, ein großartiges Fotomotiv kurz vor der blauen Stunde. Danach spazieren wir durch die Einkaufsstraßen Austurstraeti, Laekjargata, Bankastraeti, Skólavördustígur und Laugarvegur. Auch der Hallgrímskirkja statten wir noch einen Besuch ab. Die Kirche Hallgrímurs ist eine evangelisch-lutherische Pfarrkirche der Isländischen Staatskirche, das größte Kirchengebäude Islands und das zweithöchste Gebäude des Landes nach dem Smáratorg-Turm. Die Planungsarbeiten für die Hallgrímskirkja begannen 1929, der Bau 1945. Die Krypta, die sich unter dem Chor befindet, konnte 1948 geweiht werden. Der Kirchturm wurde 1974 fertiggestellt. Erst 1986 wurde das Kirchenschiff vollendet. 60 Prozent der Baukosten wurden durch Spenden aufgebracht. Entworfen wurde das Gebäude von dem Staats-Architekten Guðjón Samúelsson. Auffallend ist die Ähnlichkeit der Betonpfeiler, die sich in großer Zahl um den Turm der Hallgrímskirkja aneinanderreihen, mit Basaltsäulen, einem gängigen Motiv der isländischen Landschaft. Die weiße Farbe soll an die Gletscher erinnern.






























Zu Abend haben wir uns das Restaurant Kopar im Hafen ausgesucht. Zum Abschluss gönnen wir uns das sechsgängige Überraschungs-Weihnachtsmenü mit Weinbegleitung. Es gibt Veilchenbutter mit Salzlakritzkruste, Gänsesuppe, geräucherten Lachs, Truthahn-Frühlingsrollen, Kabeljau, Entenbrust und Karamellkuchen.








Unsere Aurora-App sagt, dass es zwischen Mitternacht und 3:00 Uhr eine gute Chance auf Nordlichter in Reykjavík gibt. Gegen Mitternacht marschieren wir dick eingepackt ans Meer und werden nicht enttäuscht. Es beginnt mit einem Bogen, der sich über den ganzen Himmel spannt, dann fängt die Aurora Borealis zu tanzen an. Definitiv ein unvergessliches Erlebnis, ausgerechnet in unserer letzten Nacht in Island. Wir kommen erst nach eineinhalb Stunden wieder zurück ins Zimmer und sind froh, dass wir noch ein paar Stunden schlafen können.


