Kerið – Heiße Quellen Reykjadalur – Reykjavík

Wir stärken uns mit einem flotten Frühstück und brechen auf. Heute haben wir die längste Strecke unseres Urlaubs vor uns. 380 Kilometer trennen uns von Reykjavík, rund fünf Stunden Fahrtzeit. Unsere beiden Zwischenstopps sind bereits eingerechnet: Der Vulkankrater Kerið und die heißen Quellen von Reykjadalur. Auf der Fahrt kommen wir bei den Drangurinn vorbei, einer natürlichen Formation aus Tuffstein, die allein bei den Bauernhöfen in Drangshlíð unter dem Eyjafjall steht. Unter diesen Felsen befinden sich Höhlen und Durchgänge, zu denen im Laufe der Jahrhunderte zusätzlich Gebäude angelegt wurden. Laut isländischer Folklore wurde dieser riesige Felsbrocken aus den Bergen gerissen und an seinem derzeitigen Standort platziert, wo er die Heimat von Elfen wurde.

Kerið

Um 13:00 Uhr erreichen wir unseren ungeplanten ersten Zwischenstopp, Kerið. Der Kratersee leuchtet türkis, der Vulkanrand hat ebenfalls eine erstaunliche Farbenpracht. Wir umrunden den gesamten Krater und steigen auch noch die Stufen zum Kratersee hinunter. Eine halbe Stunde Umweg, die sich gelohnt hat.

Reykjadalur

Nach einer weiteren halben Stunde Fahrt erreichen wir das Visitor Center Reykjadalur. Das Tal ist durch seine geothermale Aktivität bekannt. Es dampft überall aus der Erde und die vulkanische Aktivität Islands ist sehr präsent. Aber Reykjadalur heißt ja auch „Dampfendes Tal“. Am Ende des Tals wartet Badevergnügen in einem Fluss mit über 30 Grad Wassertemperatur. Wir packen einen Rucksack mit Badesachen und marschieren flussaufwärts. Nach 3,5 Kilometern und 260 Höhenmetern bergauf sind wir bei den „Hot Pots“ angekommen. Bei null Grad und pfeifendem Wind ziehen wir unsere warmen Sachen aus und die Badesachen an. Hinein gehts in den Fluss, der wirklich erstaunlich warm ist. Wir baden eine halbe Stunde lang, bis die Dämmerung hereinbricht. Dann kommt der schwierigste Teil: Hinaus in die Kälte, abtrocknen und in die warmen Sachen schlüpfen. Es ist kalt, aber aushaltbar. Wir haben es geschafft und fühlen uns pudelwohl. Beim Hinuntergehen wird es schon dunkel, wir haben aber unsere Stirnlampen mit und erreichen nach einer Dreiviertelstunde sicher den Parkplatz. Uneingeschräkter Tipp für alle Island-Reisenden!

Reykjavík

Wir fahren die letzte halbe Stunde nach Reykjavík und checken im Reykjavik Residence Apartment Hotel ein, wo wir uns für unsere letzten drei Nächste einquartieren. Wir haben ein wunderschönes Studio in einer Stadtvilla. Das Abendessen im Grillmarkaðurinn ist ein Highlight. Das Restaurant ist wunderschön eingerichtet, mit Lavasteinen, Basaltsäulen und Trennwänden aus getrockneter Fischhaut. Wir essen ein dreigängiges Weihnachtsmenü mit einem Vorspeisenmix auf Tempura-Garnelen, geräuchertem Lachs und Entenleberpastete. Dann gibt’s exzellente Entenbrust vom Grill mit Mandarinensauce. Zum Schluss wartet ein Schokokuchen mit flüssigem Karamellkern und Vanilleeis. Zur Feier des Tages trinken wir noch zwei Weihnachtscocktails und schlendern durch die nächtliche Hauptstadt zurück zur Unterkunft.