Parc National du Mercantour, Entrevaux und Alba

Wir frühstücken auf der Terrasse bei Sonnenschein und kühlen 15 Grad und checken dann gleich aus, denn heute haben wir zwar nur 300 Kilometer, aber sechs bis sieben Stunden Fahrtzeit vor uns.

Wir fahren nicht auf dem schnellsten Weg nach Alba, dieser wäre über Nizza und Savona, sondern über den landschaftlich schönen „Parc National du Mercantour“.

In Rougon bleiben wir noch beim „Point Sublime“ stehen, und blicken noch ein letztes Mal in die beeindruckende Verdon-Schlucht. Dann geht es über enge Straßen, entlang von Felsüberhängen und neben dem rauschenden Verdonfluss nach Castellane über den ersten Pass, den „Col de Cheiron“ mit 887 Metern Seehöhe, am „Lac de Castillon“ vorbei über den zweiten Pass „Col de Toutes Aures“ auf 1.120 Meter Seehöhe.

Am frühen Nachmittag kommen wir nach Entrevaux mit der markanten Befestigungsanlage, die man schon von weither sieht. Wir essen eine Kleinigkeit und machen Pause.

Danach geht’s auf einer wunderschönen Straße den Fluss „Var“ entlang, bis wir bei einer Abzweigung den Weg Richtung Nationalpark Mercantour nehmen. Es geht stetig bergauf, wir fahren auf einer der höchstgelegenen Alpenstraßen Europas. Bei Isola zweigen wir ab und nehmen die Passstraße Richtung Italien. In unzähligen Kehren fahren wir über das Schigebiet „Isola 2000“ hinauf auf den „Col del la Lombarde“ auf unglaubliche 2.350 Metern Seehöhe. Der Pass markiert auch die Grenze zwischen Frankreich und Italien, zwischen Alpes-Maritimes und Piemont.

Es geht wieder hinunter, die Straße ist jetzt einspurig und es bedarf gekonnter Ausweichmanöver bei Gegenverkehr. Unten angekommen, fahren wir schnurstracks nach Alba, denn es ist schon später Nachmittag.

Um 18:00 Uhr kommen wir schließlich in unserer Unterkunft „Albacentro“ im Stadtzentrum von Alba an. Wir bekommen die riesige und wunderschöne Penthousewohnung im zweiten Stock. Gleich nach der erfrischenden Dusche machen wir uns auf zu einem Spaziergang durch die Gassen von Alba. Das letzte Mal waren wir im November 2017 hier und es ist kein Vergleich – im Sommer sind die Gassen belebt, überall gibt es Straßencafés und offene Geschäfte.

Wir spazieren durch die Gassen zur „Osteria dell’Arco“, unserem Restaurant für den Abend. Es ist das zweite Standbein der Slow-Food-Koryphäe „Osteria del Boccondivono“ in Bra, in der wir vor zwei Jahren gegessen haben. Wir sind begeistert vom Menü und finden, das es ein perfektes Urlaubs-Abschlussessen war. Müde gehen wir zurück zur Unterkunft, auf den Straßen und Plätzen wird getanzt und gefeiert. Wir schlafen uns lieber aus für die lange Autofahrt nach Hause.