Gordes

Heute haben wir einen eher unspektakulären Tag vor uns: wenig Auto fahren, ein bisschen besichtigen und dann vor allem chillen am Pool. Bei der Hitze genau das richtige. Nach einem kleinen Frühstück fahren wir eine halbe Stunde nach Gordes zur „Abbaye Notre-Dame de Sénanque“. Die Zisterzienserabtei, in der heute noch Mönche leben, ist in jedem Frankreich-Reiseführer abgebildet: Das Haus aus Stein aus dem 12. Jahrhundert mit seinem markanten Kirchturm und den davor blühenden Lavendelfeldern ist ein echter Hingucker.

Wir sehen die Lavendelblüte nicht mehr in ihrer vollen Pracht, schön anzusehen ist das Ensemble aber trotzdem. Wir nehmen zuerst an einer Führung in französischer Sprache teil, das ist uns jedoch zu anstrengend und wir erkunden die Abtei auf eigene Faust.

Beeindruckend sind der ehemalige Schlafsaal, die Kapelle, der Kreuzgang und weitere Räume, die von jahrhundertelangem Mönchsleben zeugen.

Als wir zum Parkplatz zurückkommen, ist dieser knallvoll und die Touristen strömen zur Abtei. Da haben wir wohl Glück gehabt.

Wir fahren die paar Kilometer zurück nach Gordes und machen einen kleinen Stadtspaziergang. Gordes liegt auf einem Hügel und reiht sich ein in die Liste der schönsten Dörfer Frankreichs. Eine kurze Mittagspause ist auch drin, dann fahren wir zur „Village des Bories“.

Die „Bories“ sind kleine Häuser, die zur Gänze aus Stein gebaut sind – ohne Lehm, Mörtel oder einem anderen Bindemittel. Eine vergleichbare Architektur gibt es auf der ganzen Welt kein zweites Mal, Historiker und Archäologen sind sich auch nicht sicher, wann genau die Häuser entstanden sind. Es gibt Backöfen, Wohnhäuser, Schweine- und Schafställe. Es ist brütend heiß, wir marschieren relativ rasch durch das Dorf, das aus zehntausenden Steinen besteht.

Auf dem Weg zum Hotel bleiben wir am Aussichtspunkt stehen, an dem man die gesamte Stadt Gordes sehen kann – beeindruckend!

Schon nach zehn Minuten sind wir im Hotel „Le Petit Palais d’Aglaé“ angelangt, einer wunderschönen Anlage am Steilhang nordöstlich von Gordes. Das Zimmer ist schon fertig, wir können frühzeitig einchecken und machen uns sofort fertig für den Pool. Dort verbringen wir den ganzen Nachmittag auf superbequemen Liegestühlen, mit wunderbarem Ausblick auf den Luberon,

Wir essen im Hotelrestaurant zu Abend und lassen den gemütlichen und entspannenden Tag mit gutem Essen und Wein ausklingen.