Saint-Rémy-de-Provence, Les-Baux-de-Provence, Camargue und L’Isle-sur-la-Sorgue

Wir lassen uns noch einmal das wunderbare Frühstück auf der Terrasse schmecken, dann packen wir unsere Sachen und checken aus.

Für unseren ersten Zwischenstopp bleiben wir noch in Saint-Rémy-de-Provence. Wir besichtigen die Ausgrabungsstätte „Glanum“, die von der Lebensweise der Griechen und Römer zeugt. Es gibt Überreste einer Therme, einer Kathedrale, eines Brunnens, eines Räucherofens für Wein (!), eines Versammlungsplatzes, eines Marktes, eines Tempels und den Häusern der ehemaligen Bewohnerinnen und Bewohner zu besichtigen. Wir wandern eine Stunde durch die Ruinen und bewundern die teilweise sehr gut erhaltenen Überreste antiken Lebens, das mühevoll in knapp hundert Jahren wieder von Archäologen freigelegt wurde.

Heute ist es heiß, die prophezeite Hitzewelle ist eingetroffen. Wir verlassen das „Glanum“ gerade rechtzeitig, bevor zwei Reisebusse hundert Touristen ausspucken, um sich die Ausgrabungsstätte ebenfalls anzuschauen.

Wir fahren weiter ins benachbarte Les-Baux-de-Provence, eines der schönsten und auch meistbesuchtesten Dörfer Frankreichs. Kein Wunder, denn die Stadt inklusive der Ruinen des ehemaligen Châteaus ist in den Felsen gehauen. Wir finden zum Glück einen Parkplatz und wandern hinauf in die Oberstadt. Die Geschäfte und Restaurants in den schmucken Gassen sind ganz auf die vielen Touristen ausgerichtet, die hier unterwegs sind. Wir schlendern durch die Gässchen bis zum Château. Die Überreste der Mauer sind wirklich gewaltig. Wir erkunden das Schloss und haben einen wundervollen Ausblick auf die fruchtbare Ebene rund um Les-Baux, in der Weinstöcke und Olivenbäume wachsen.

Nach zwei Stunden schweißtreibender Besichtigung werfen wir die restlichen Planungen für den Tag über den Haufen und fahren nicht nach Fontaine-de-Vaucluse, wie ursprünglich geplant, sondern machen einen Abstecher in die Camargue.

Die Camargue ist eine Naturlandschaft, in der die Rhône ein Flussdelta bildet und in der die berühmten weißen Pferde, Flamingos und schwarze Stiere zu Hause sind. Wir fahren durch Sumpflandschaften nach Les Saintes-Maries-de-la-Mer, bis wir am Meer angekommen sind. Dort gehen wir im Mittelmeer baden, eine erfrischende Abkühlung! Danach fahren wir zur „Salin d’Aigues-Mortes“, einer Saline, deren Wasserbecken rosa scheinen. Wir fahren an Reisfeldern vorbei und sehen auch ein paar weiße Pferde. Herden von schwarzen Stieren können wir ebenfalls in weiter Ferne erblicken. Flamingos suchen wir vergeblich. Bei der Saline angekommen, müssen wir allerdings unverrichteter Dinge wieder fahren, da die Salinen nur mit einer Führung erreichbar sind. Der Bummelzug ist gerade abgefahren, der nächste startet erst in einer halben Stunde. So lange haben wir keine Zeit mehr und fahren wieder – nicht bevor wir ein Kilo Fleur de Sel eingekauft haben.

Es ist schon später Nachmittag, durch den Abstecher in die Camargue haben wir eine ca. 90-minütige Fahrt vor uns. Im Hotel „Domaine de la petit Isle“ in L’Isle-sur-la-Sorgue bekommen wir ein Zimmer-Upgrade und gehen gleich noch kurz in den Pool, bevor wir uns zum Abendessen fertig machen. Im lauschigen Garten des Restaurants „Le Petit Henri“ essen wir ein Menü und spazieren anschließend noch durch das kleine Städtchen, das ganz im Zeichen des Flusses „Sorgue“ steht. Danach geht’s wieder zurück ins Hotel.