Lyon, Orange und Châteauneuf-du-Pape

Wir haben gut geschlafen und sind fit für den Tag. Das Frühstück schmeckt gut, vor allem die vielen Käsesorten und die frischen Croissants haben es uns angetan.

Wir machen uns auf zu einem weiteren Stadtspaziergang in Lyon. Dieses Mal gehen wir zur östlichen Seite, dort wartet das „Vieux Lyon“, die Altstadt, und die Basilika „Notre-Dame de Fourvière“ auf uns. Nach einem kurzen Besuch in der Kathedrale von Lyon machen wir uns auf den Weg auf den Berg zur Basilika. Nach 350 Stufen und jeder Menge steiler Wege sind wir oben und haben einen wunderbaren Blick auf die Stadt. Das Innere der Kirche ist pompös, ganz im Gegensatz zur vorhin besichtigten Kathedrale. Dann marschieren wir wieder hinunter und spazieren durch die engen Gassen der Altstadt. Über den Place Bellecour, einer Asphaltwüste mit einer Statue des Sonnenkönigs Louis XIV, Ludwig den Vierzehnten in der Mitte. Pünktlich zu Mittag checken wir aus und machen uns auf den Weg nach Orange, dem „Tor der Provence“.

Die Fahrt dauert leider doppelt so lange als geplant. Die A7, die „Autoroute du Soleil“ ist durch den Urlaubreiseverkehr heillos überlastet, es passieren dauernd Unfälle, die sich zu Verzögerungen und Staus auswachsen. Wir umfahren dank Google Maps am Handy die schlimmsten Blechlawinen und sind nach vier Stunden Fahrt endlich in Orange angelangt.

Dort angekommen, parken wir direkt beim antiken Triumphbogen, dem „Arc de Triomphe Orange“. Das beeindruckende Bauwerk wurde vermutlich bereits im ersten Jahrhundert errichtet. Die Oberflächen sind mit teilweise sehr gut erhaltenen Reliefs überzogen. Der Bogen wurde in den 1980-er Jahren zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Wir gehen weiter Richtung Zentrum der kleinen Stadt Orange und machen dort Pause in einem schattigen Gastgarten.

Als wir beim „Théâtre Antique d’Orange“ ankommen, sehen wir als erstes die hohe Sandsteinmauer des antiken römischen Theaters, das – wie der Triumphbogen – schon knapp 2.000 Jahre alt ist. Innen erwartet uns ein halbkreisförmiges Auditorium mit Steinstufen, das durch eine massive Mauer, die auch heute noch als Bühnenkulisse dient, abgeschlossen ist. Wir erklimmen die Stufen, bis wir ganz oben sind. auf der Bühne finden Proben für die Opernfestspiele statt, die Akustik ist auch auf dem letzten Platz ganz oben wirklich beeindruckend.
Wir lauschen noch ein wenig der Klaviermusik und dem Operngesang und spazieren wieder zurück zum Auto.

Nach nur 15 Minuten Fahrt sind wir in Châteuneuf-du-Pape angekommen, bekannt als Weinbaugebiet des südlichen Rhônetals, das in guten Jahren welche der besten Weine Frankreichs hervorbringt. Seinen Namen hat das Dorf von dem Umstand, dass sich ein Schloss der Päpste von Avignon hier befand.

Unser Zimmer im Logis Hotel „La Garbure“ ist mitten in der Stadt, direkt neben dem Rathaus. Nachdem es schon spät ist, gehen wir nur kurz duschen und machen uns sogleich auf den Weg zum Restaurant, dass sich bei der Schlossruine befindet. Im „Le Verger des Papes“ verbringen wir einen lauschigen Abend im wunderschönen Gastgarten bei gutem Essen und ebenso gutem Wein, natürlich ein „Châteauneuf-du-Pape“.